Dienstag, 27. September 2022
Die Berliner Polizei unterscheidet jetzt nicht mehr in ihrer Statistik zwischen Migrationshintergründigen und Deutsch-Deutschen:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2022/kriminalitaet-berlin-schafft-migrationshintergrund-ab/

Ich halte das nicht für besonders tragisch. Die Wahrheit ist ja so oder so schon in der Welt und sie kann auch regelmäßig durch Stichpunktkontrollen wieder ans Licht geholt werden. Vielleicht ist es sogar gesünder, nicht ständig auf eine deprimierende Wahrheit schauen zu müssen und sich das für regelmäßige Gesellschaftsstudien aufzuheben.

Trotzdem ist diese Amtshandlung der rot-roten Regierung natürlich einmal mehr entlarvend. Die Linke hat ein Problem mit der häßlichen Wirklichkeit und sie handelt wie ein Kind, das sich die Augen zuhält, um ein Problem zu lösen.

Ich halte natürlich an meinem Informationsrecht in dieser Angelegenheit fest. Dieses Informationsrecht ergibt sich aus zweierlei: 1. Ich bin Mitglied einer Gesellschaft und habe als solches ein Recht darauf, genau über den Zustand dieser Gesellschaft unterrichtet zu werden. 2. Ich gehöre zu dieser Demokratie und habe sowohl das Recht als auch die Pflicht, alle paar Jahre verantwortungsvoll von meinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Dies ist mir nur möglich, wenn ich genügend Informationen erhalte. Insbesondere gilt dies in Bezug auf das Thema Einwanderung und in Bezug auf das Thema Kriminalität und Sicherheit.

Sachlichkeit sollte hier oberste Priorität haben. Vergleiche man das Thema mit anderen. Z.B. mit der Fragestellung, ob Frauen weniger verdienen als Männer. Wenn es hier einen Anfangsverdacht gibt, würde jeder zustimmen, dass man ein paar genauere Studien dazu anfertigt. Genau so sollte man es mit Migrationshintergrund und Kriminalität halten.



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Freitag, 19. August 2022
(Nachtrag zu : https://rreflektion.blogger.de/stories/2849004/ )

Professor Frank Urbaniok entkräftet das Pseudo-Argument, dass Ausländer in der Statistik (nur) deshalb vermehrt auffallen, weil sie auch vermehrt angezeigt werden.

Er verweist auf die Verbrechenskategorie "Mord": Hier wird immer ermittelt, egal ob es eine Anzeige gibt oder nicht. Auch hier sei die Gruppe "Ausländer" überrepräsentiert; statistisch auffällig.



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Samstag, 30. Juli 2022
E.'s Verteidiger Mustafa Kaplan möchte erreichen, dass die Tat nicht als Mord, sondern nur als Totschlag gewertet wird. In der Weltsicht seines Mandanten sei Walter Lübcke eine Gefahr für das deutsche Volk gewesen, deshalb liege das Mordmerkmal "niedrige Beweggründe" nicht vor. Es dürfte schwierig werden, damit beim BGH durchzudringen.

Ich finde die Argumentation toll. Aus der subjektiven Perspektive des Täters – und welche sonst wollen wir zum Maßstab nehmen, wenn wir die "Beweggründe" zu einem Handeln beurteilen wollen – hat er nicht "niedrig" gehandelt, sondern verantwortungsvoll.

Ja, das klingt ziemlich fordernd für standardisierte Gutmenschenohren, die an nichts mehr Lust haben, als am Verurteilen und mit-dem-Finger-zeigen. Es klingt sogar für mich fordernd. Aber wenn es hier wirklich um die Bewertung von Beweggründen geht, dann muss man auch (bis zu einem gewissen Grad?) in die Subjektivität des Täters einsteigen. Eine grundsätzliche Verweigerung, z.B. mit dem Hinweis, dass einem die gesamte Denk- und Wahrnehmungsweise des Täters zu pervers ist, ist nicht zulässig, solange wir am Dogma der Bewertung des Beweggrunds festhalten wollen.

Tötungsdelikte: Liegt ein Mord oder ein Totschlag vor? – Ich weiß nicht, wie ernst dieses Tatbestandsmerkmal "niederer Beweggrund" in der Praxis genommen wird; wie groß die Rolle ist, die dieser Aspekt für die Endbewertung eines Falls spielt. Ich wette, die Richter in diesem Land haben sich schon hundertfach über eine "objektive" Bewertung dieses Merkmals hinweggesetzt (die eben eine subjektive sein muss) und haben dem Ganzen einfach ihre Wertesicht übergestülpt. Z.B so: Wer sich Hitler zurücksehnt, der ist in all seinem Handeln falsch gepolt und kann unmöglich einen hohen oder nicht-niedrigen Beweggrund haben, wenn er einen Menschen vorsätzlich tötet.

Auch muslimische (oder sonstige) Gotteskrieger, die ein Blutbad anrichten, können hohe Beweggründe für ihr Handeln haben. Ja, das ist verrückt.

Wer muslimischen Gotteskriegern und deutsch-deutschen Vaterlandsverteidigern einen niederen Beweggrund zuschieben will, der tut dies, weil er naiverweise glaubt, dass es okay ist, ihren katastrophalen Irrtum zu bestrafen.

Bestraft der liebe Gott den Irrtum?
Ich glaube nicht.



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Sonntag, 19. Juni 2022



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Mittwoch, 6. April 2022



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Mittwoch, 30. März 2022

Ich finde nicht, dass Will Smith notwendigerweise "falsch" gehandelt hat. Ich tendiere eher zu dem Urteil, dass er ein gutes Händchen bewiesen hat. Schließlich hat er Chris Rock keinen Zahn ausgeschlagen. Er hat ihm nur einen Satz warme Ohren mitgegeben und das ist aus meiner Sicht völlig im grünen Bereich. Zumal der Grund absolut verständlich ist.

Ich habe es schonmal gesagt: Auf manch einem Schulhof geht es schlimmer zu. Dort gibt es teilweise moralisch völlig desorientierte Kinder, die glauben, dass sie krasse, brutale Gangster sein müssen, ohne jede Gnade und Taktgefühl. Für solche Kinder wäre Will Smith ein gutes Lehrbeispiel. So sollt ihr sein! Ein großes Maß an Selbstbeherrschung haben! Ein strengen Ehrenkodex befolgen! Und wenn einem trotzdem mal "die Hand ausrutscht", dann sehr maßvoll, so wenig wie möglich, und niemals so, dass man seinem Gegenüber dauerhafte Verletzungen zufügt.

Dass Will Smith jetzt die gleiche, weichgespülte Leier von einer Welt aus "love and kindness" auspackt, ist für mich dann eher eine Enttäuschung. Das ist wieder dieses simplifzierte Schwarz-Weiß-Denken in Bezug auf menschliche Emotionen: Es gibt nur Liebe und Hass. Liebe ist gut. Hass ist böse. Und jedes Milligramm Aggression ist dem Hass zuzurechnen.

Mit anderen Worten: Die ganze Welt ist viel zu deutsch. Viel zu roboterhaft. Viel zu emotionsbehindert.




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Samstag, 15. Januar 2022

Die Liebe bezwingt den Wissenschaftler. Sie zwingt ihn wenigstens zu einer Pause. Sie zwingt mit einem anderen Blick.

Kernstück aller Wissenschaft ist das Sezieren, die Dekonstruktion, der Dekonstruktivismus, die funktionale Dekomposition oder wie man das auch immer nennen mag. Das Auflösen der Welt in Einzelteile.

In der Liebe aber betrachtet man die Phänomene anders. Man denkt in der Dualität aus Geist und Materie eher "Top-Down" und nicht "Bottom-Up". Nicht die Materie ist der alleinige Träger aller Wirklichkeit, sondern der Geist, die Idee hinter der Form. Man sieht einen Geist verwirklicht. Ein Kunstwerk, eine Idee. Man sieht eine magische Persönlichkeit. Man sieht eine vollendete Wirklichkeit. Man sieht überhaupt mal wieder "Wirklichkeit" und ist nicht ständig damit beschäftigt, diese auseinander zu nehmen.

In diesem Sinne ist die Liebe ein Weltenverführer, ein Realitätsverführer. Die Realität wird liebevoller, einfacher und freudvoller abgesegnet.




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Montag, 3. Januar 2022



Ein unglaublich gelungenes Kunstwerk.
So viel Schönheit können nur Frauen.



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Mittwoch, 29. Dezember 2021

Ob wir in Wahrheit seelenlose Wesen sind?

Ob wir in Wahrheit wandelnde Hüllen ohne Kern sind?

Das sind die ungeheurlichsten Standpunkte, die es überhaupt nur gibt!

Eigentlich habe ich immer nie verstanden, wie sich manche Leute allen Ernstes auf solche Positionen zurückziehen können. (Nietzsche irritiert mich hier auch regelmäßig. Allerdings bin ich mir auch nicht so sicher, welchen Standpunkt man ihm in der Gesamtschau all seiner zum Teil widersprüchlichen Aussagen denn nun zuschreiben kann. Ob er an die Seele glaubt oder nicht, ist für mich bisher noch offen. Auch, ob er an irgend etwas Jenseitiges glaubt. Ich halte es für möglich, dass er nur vorgab, nicht an diese Dinge zu glauben.)

Wenn ich mir allerdings vor Augen führe, wie wir lieben, und wie wir miteinander umgehen, dann scheint es mir fast richtig, die menschliche Spezies zumindest graduell in diese Ecke zu stellen: Wir sind sehr seelenlos. Wir haben uns an eine unheimliche Seelenlosigkeit gewöhnt. All unsere Wahrnehmung ist auf die äußeren Hüllen der Wirklichkeit gerichtet. All unsere "Liebe" ist auf die äußeren Hüllen der Person gerichtet. Wir lieben nicht Seelen. Wir lieben Erscheinungen. Wir lieben z.B. Blumen für ihre Schönheit. Oder wir lieben Hundewelpen, weil sie so unfassbar süß sind. Lieben wir die Seelen der Hundewelpen? Lieben wir die Seele, die vielleicht in einer Blume wohnt? – Diesen "Fehler" machen wir schon von klein auf. Jedes Kind, das sich einen Hund wünscht, wünscht ihn sich, weil er so süß ist. Und nichts weiter.

Natürlich gibt es auch tiefere Verbindungen von Mensch zu Mensch, von Wesen zu Wesen. Man kann aufrichtig mit jemandem mitfühlen. Aber hier ist es eben angemessener, von "mitfühlen" zu reden; und nicht von "lieben". Der ganze Schlamassel beginnt also vielleicht nur mit ein paar fundamentalen Begriffsverwirrungen. Wir brauchen eine Umwortung und Umwertung, die das korrigiert!

"Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!" ? – Nein!

Besser wäre dies: "Fühle mit Deinem Nächsten mit wie mit Dir selbst!"

Erzähle mir keiner mehr was von "Liebe" als dem Heiligsten auf Erden! Das ist (neben dem Glaubensglauben) der gröbste, beschissenste Bullshit, der die Welt je heimgesucht hat! Man schreibe die Bibel um und jede andere "Heilige Schrift", die die Liebe preist! Es sind nur Drecksschleudern, die das menschliche Bewusstsein mit einer lächerlichen und offenkundig falschen Idee verkleistern. Sogar Gott soll man "lieben", behaupten diese Schwachmaten! Dass hier etwas nicht zusammenpasst, muss man doch merken! Fühle man lieber mit diesem Kerl (diesem Weib) mit. So, wie man mit anderen Menschen mitfühlt. Er hat vielleicht auch so seine Probleme und Sorgen?

Ich stelle mir die Seele vor als etwas, das hinter aller Erscheinung existiert. Das selbst keine Erscheinung ist. Und wenn doch, dann nur, weil sie sich freiwillig in eine Welt der Erscheinungen ausdrückt. Das selbe gilt für Gott, vielleicht sogar noch mehr für Gott; vielleicht gilt es sogar nur für Gott, dass er eine "Seele" hat, die hinter aller Erscheinung existiert?

Wenn Gott uns die Schönheit in den Erscheinungen gegeben hat und unseren Schönheitssinn, mit dem wir unendlich von dieser berauscht werden können, dann wohl deswegen, weil er es für angemessen hielt, uns eine Geistdroge mit auf unseren Weg zu geben. Gott ist ein Drogenfabrikant und er gab uns diese Droge, um uns herauszufordern, zu stressen, zu unterhalten und zu liebkosen.




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Donnerstag, 23. Dezember 2021

Immernoch beschäftigen mich diese Fragen: Welche Form des Sehnens und Liebens tut weh und welche nicht? Und warum hilft der "diffuse Blick"? Warum hilft das Ungefähre?

Vielleicht, weil man auf diese Art die Realität weicher anfässt. So können wir dann auch nicht so hart von ihr getroffen werden. Die Realität schlägt wohl immer so hart zurück, wie wir sie aufgreifen.

Und/Oder es hat etwas mit dem Maß an Wahrheit bzw. Irrtum zu tun, das in unseren Wahrnehmungen liegt. Mir scheint, dass unsere Kopfeinheit aus Denk-, Sprach- und Wahrnehmungsapparat eine kritische Eigenschaft mit sich bringt, die uns schon oft auf Abwege geführt hat: Sie ist an zu harte, zu starke, zu plakative Urteile gewöhnt. Sie neigt dazu, alles zu übertreiben. Sie macht z.B. aus kleinen Unterschieden große Unterschiede. Die "Tatsache" z.B. dass Frauen "das schwache Geschlecht" sind und Männer das "starke", kann uns leicht dazu verleiten, zu glauben, Frauen hätten keine Kraft. Allein aufgrund unserer Sprachlogik rutschen wir manchmal in Irrtümer hinein.

Ähnlich scheint es auch mit den visuellen Fotographien zu sein, die wir im Laufe des Lebens in unserem Gedächtnis ansammeln: Sie sind immer ein bißchen zu hart. Ständig vergreifen wir uns an der Realität. Ständig simplifizieren wir sie. Ständig werden wir ihr nicht wirklich gerecht. Wir fokussieren uns z.B. zu stark auf die vereinzelten Objekte.

Und mit diesem Fehlgriff auf die Realität geht oft ein unanständiger Besitzwille einher. Wir glauben, wir hätten alles richtig erfasst und hätten nun das Recht, uns ein Stück Realität in die Tasche zu stecken. Doch dem ist nicht so. Gemessen an unserem wahren Kenntnisstand ist ein "diffuser Blick" häufig der ehrlichere Blick. Und der sanftere, der liebere. Auch lieber gegenüber der Realität selbst.

Ich nehme an, es hat irgendetwas damit zu tun, dass auch das Sehnen und Lieben dann schmerzfreier ist. Man muss den fehleranfälligen Wahrnehmungsapparat umgehen lernen und seine Zugriffs- und Besitzreflexe besänftigen.




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Dienstag, 21. Dezember 2021

Ich wundere mich immernoch über meine Entdeckung: Dass eine gewisse Form des Liebens und Sehnens schmerzhaft ist; eine andere Form aber nicht oder fast nicht!

Je nachdem, was man genau liebt, und wie man genau liebt, kommt man entweder zu dem einen oder anderen Ergebnis. Was macht den Unterschied aus zwischen einer "Liebe", die gesund ist, und einer "Liebe", die krank ist oder krank macht? Ist es wirklich die "diffusere Wahrnehmungsweise", die hier den Ausschlag gibt? Wenn die "diffuse Wahrnehmungsweise" der Schlüssel ist – warum ist er es? Warum ist die Anhänglichkeit an konkrete Bilder, "Fotographien" und Erinnerungen (für mich) so viel kritischer?

Vielleicht ja, weil die diffuse Wahrnehmungsweise näher an unserer geistigen Realität dran ist. Vielleicht ja, weil Wahrheits- und Realitätskontakt immer heilsam ist. Vielleicht, weil es besser ist, in die Tiefe zu lieben. In die Tiefe der Realität. Es ist besser, die inneren Kraftquellen zu lieben, aus denen die vergänglichen Erscheinungen unserer materiellen Realität hervorgehen. Es ist besser, die Idee hinter einer Form zu lieben als die Form selbst. Es ist besser, den Charakter eines Menschen zu lieben als seine äußere Erscheinung. Es ist besser zu lieben, wie sich jemand bewegt, anstatt die Körperform zu lieben, die bewegt wird.

Allerdings will ich mal nicht so tun, als ob ich die "Realität" in all ihrer Tiefe geschaut hätte. In gewisser Weise hat mich die Schönheit und die Schönheitsliebe auch auf Abwege geführt, selbst unter Anwendung des "diffusen Blickes"!: Habe ich dabei doch glatt vergessen, dass meine Auserwählte eine Seele hat! Dass sie ein empfindendes Wesen ist, mit ihren eigenen Gedanken und Gefühlen, Herausforderungen und Entscheidungen. – Ich mag noch so sehr für mich beanspruchen, dass ich vor allem auch von ihren inneren Qualitäten hingerissen bin. Dass ich vor allem ihre Seinsweise so liebe. Jede Form der Faszination bewirkt tendenziell, dass ich mich über sie fasziniere; nicht mit ihr zusammen. Ich war oft gar nicht bei ihr in meinen Gedanken. Oder zumindest nicht so, wie es sich aus "philosophischer Sicht" gehört. (Natürlich habe ich mir Nähe und einen engen Kontakt gewünscht.)

Ein Exkurs zur Ablenkung: In der Esoterikwelt, aus der ich stamme, gibt es eine besondere "Bewusstseinstechnik": Man versucht, luzide zu träumen. D.h. man versucht, in seinen nächtlichen Träumen zu der Erkenntnis zu gelangen, dass man gerade träumt. Und nicht nur das. Man versucht sogar, eine gewisse Handlungskontrolle in diesen Träumen zu erreichen. Und ein wichtiges Mittel dafür besteht darin, die Dinge im Traum nicht zu stark zu fokussieren. Man soll seinen Blick wandern lassen oder etwas diffus schauen.




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