Sonntag, 25. Januar 2026
gedankenmaler, 12:54h
in: Beruehrung
Viele eigentlich seriöse Leute glauben scheinbar, dass schon ein einzelnes, öffentliches Treffen zwischen AfD-Politikern und Martin Sellner ausreicht, um der AfD irgendwelche finsteren Absichten zuzuschreiben.
So hat Anwalt Jun z.B. die Veranstaltung schon VOR dem Stattfinden verurteilt: https://x.com/Anwalt_Jun/status/2011690639809798337 .
Es ist scheinbar völlig egal, wer was auf diesem Treffen gesagt hat. Keiner, den ich von linker bzw. AfD-kritischer Seite dazu lese, kommt mit inhaltlicher Argumentation daher. Ich lese kein einziges Zitat, das die gewollte Dämonisierung rechtfertigen könnte. Es werden nur Zuschreibungen produziert und dann wird die Schlussfolgerung dieser Zuschreibungen verkündet. -- Wie kann man nur so unkritisch gegenüber der eigenen inhaltlichen Substanzlosigkeit sein? Waren Linke nicht mal berühmt für ihre schlauen Analysen und Theoriesysteme? Heute gibt es nur noch Fingerzeige mit dem Inhalt "gut" oder "böse".
Dabei hätte ich ja sogar ein gewisses Verständnis für die Logik "Kontakt beweist geistige Nähe". Z.B. wenn die AfD sich bei vielen, dutzenden Pressekonferenzen mehrmals im Jahr mit Martin Sellner zusammen zeigen würde. Das könnte man dann seriöserweise als Indiz werten. Aber einmal im Jahr eine öffentliche Diskussion abzuhalten, bei der auch Martin Sellner teilnimmt, ist längst noch nicht genug für irgendwelche Zuschreibungen. DIESE Unart könnte man viel eher "extremistisch" nennen: Martin Sellner zu einer Art "Lord Voldemort" zu machen, der so böse ist, dass nur ein einziges Treffen im Jahr schon ausreicht. -- Oder nennen wir es besser: geistesgestört, Angststörung, Realitätsverlust, Desinteresse an Wahrheit und Inhalten, Moralismus, Moralmissbrauch, Moralpanik, gepaart mit skrupellosem Machtinstinkt.
Letztlich befreit einen nichts von der Verpflichtung, inhaltlich zu argumentieren. Das ist ein Prinzip des Rechtsstaats ("Unschuldsvermutung") -- und des Anstands. Rufmord ist keine Tugend. Wenn die Zuschreibungen lediglich auf der Wiederholung von Zuschreibungen basieren, die andere irgendwann einmal vorgenommen haben, ist etwas faul. Man wiederholt hier nur Wiederholungen von Wiederholungen, die andere bereits von anderen wiederholt haben. Es ist die ritualisierte Selbstvergewisserung innerhalb eines Lagers, die man aus psychischen Gründen irgendwie nötig hat: "Wir: gut. Martin Sellner und AfD: böse."
So hat Anwalt Jun z.B. die Veranstaltung schon VOR dem Stattfinden verurteilt: https://x.com/Anwalt_Jun/status/2011690639809798337 .
Es ist scheinbar völlig egal, wer was auf diesem Treffen gesagt hat. Keiner, den ich von linker bzw. AfD-kritischer Seite dazu lese, kommt mit inhaltlicher Argumentation daher. Ich lese kein einziges Zitat, das die gewollte Dämonisierung rechtfertigen könnte. Es werden nur Zuschreibungen produziert und dann wird die Schlussfolgerung dieser Zuschreibungen verkündet. -- Wie kann man nur so unkritisch gegenüber der eigenen inhaltlichen Substanzlosigkeit sein? Waren Linke nicht mal berühmt für ihre schlauen Analysen und Theoriesysteme? Heute gibt es nur noch Fingerzeige mit dem Inhalt "gut" oder "böse".
Dabei hätte ich ja sogar ein gewisses Verständnis für die Logik "Kontakt beweist geistige Nähe". Z.B. wenn die AfD sich bei vielen, dutzenden Pressekonferenzen mehrmals im Jahr mit Martin Sellner zusammen zeigen würde. Das könnte man dann seriöserweise als Indiz werten. Aber einmal im Jahr eine öffentliche Diskussion abzuhalten, bei der auch Martin Sellner teilnimmt, ist längst noch nicht genug für irgendwelche Zuschreibungen. DIESE Unart könnte man viel eher "extremistisch" nennen: Martin Sellner zu einer Art "Lord Voldemort" zu machen, der so böse ist, dass nur ein einziges Treffen im Jahr schon ausreicht. -- Oder nennen wir es besser: geistesgestört, Angststörung, Realitätsverlust, Desinteresse an Wahrheit und Inhalten, Moralismus, Moralmissbrauch, Moralpanik, gepaart mit skrupellosem Machtinstinkt.
Letztlich befreit einen nichts von der Verpflichtung, inhaltlich zu argumentieren. Das ist ein Prinzip des Rechtsstaats ("Unschuldsvermutung") -- und des Anstands. Rufmord ist keine Tugend. Wenn die Zuschreibungen lediglich auf der Wiederholung von Zuschreibungen basieren, die andere irgendwann einmal vorgenommen haben, ist etwas faul. Man wiederholt hier nur Wiederholungen von Wiederholungen, die andere bereits von anderen wiederholt haben. Es ist die ritualisierte Selbstvergewisserung innerhalb eines Lagers, die man aus psychischen Gründen irgendwie nötig hat: "Wir: gut. Martin Sellner und AfD: böse."
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