Montag, 23. Februar 2026
 in: Maximaler Wahnsinn

Es gibt so viele Beispiele in letzter Zeit für meine Kategorie "Maximaler Wahnsinn". Aber das hier ist wirklich eine absolute Perle:

Theaterbesucher stürmen auf die Bühne und greifen einen "Faschisten" an. D.h. sie greifen den Schauspieler an, der den Faschisten spielt.

Ich finde das gar nicht mal so überraschend. Das ist gewissermaßen folgerichtig. Wer all seine Furcht geradezu absichtlich kultiviert, weil er glaubt, dass er dadurch ein "besserer Mensch" sei. Wer glaubt, dass Paranoia eine Art Tugend ist. Wer glaubt, dass unkontrolliertes Empört- und Getriggert-Sein adelt. Wer glaubt, dass kollektives Monster-an-die-Wand-Malen alternativlos ist. – der verliert halt irgendwann den Kontakt zur Realität. Die gesamte geistige Bewegung richtet sich auf die eigenen Fiktionen und nicht auf die Realität.

Mich würde mal die Meinung eines "Linken" zu diesem Vorfall interessieren. Wie gehen Linke mit dieser Meldung um? Wird ihnen da bewusst, dass solche peinlichen Momente Ausdruck der eigenen "Haltung" sind?

"Das Theater Bochum setzte vor der nächsten Vorstellung Publikumsgespräche an."


Kommentare aus dem rechten Lager:

https://x.com/UlrichVosgerau/status/2023512214338990544
https://x.com/EKositza/status/2024201794105033188



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Ich schlage vor, Sie befragen mal eine Suchmaschine Ihrer Wahl nach dem Begriff "induktives Argument".

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Ich schlage noch einmal vor, Sie schauen öfter mal vorbei. Und geben mir so richtig Kontra. Hätte ich Geld, ich würd Sie dafür bezahlen.



Die Google-KI sagt: "Es basiert auf Erfahrung, macht die Konklusion wahrscheinlich, garantiert deren Wahrheit jedoch nicht."

Damit kann ich leben.

Im übrigen gebe ich zu, dass meine Gedankenmalereien immer mal wieder die ein oder andere Übertreibung enthalten. So ist das mit Gedankenbildern. Mit der Simplifikation kommen Ungenauigkeiten ins Spiel. Und das heißt meist auch Über- oder Untertreibungen.

An meinem Hauptpunkt halte ich fest: Die Kultur des Getriggert- und Empört-Seins, die Kultur der (maßlosen) Übertreibungen, die Kultur des Teufel-an-Wände-Malens -- das ist sehr schädlich und führt zu solchen Kurzschlüssen wie in dem Theater. Und diese Elemente sind ganz überwiegend ein linkes Phänomen. Falls Sie sich mit "links" identifizieren, dann überlegen Sie doch mal, ob Sie Ihre Gesinnungsgenossen nicht ein bißchen beeinflussen können. Etwas Maß halten, ist immer eine gute Idee. Diese ganze Paranoia vor "Rechts" ist nicht geistig gesund.

Also ja, ich übertreibe auch manchmal. Aber nicht in Bezug auf politische Gegner, um sie mundtot zu machen. Nicht indem ich Menschengruppen zu "Nazis" mache.

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