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Freitag, 14. November 2025
gedankenmaler, 15:41h
in: AfD besiegen
Indem man dem Wahren, das ein "Populist" ausspricht, jederzeit zustimmt.
Indem man sich die Wahrheit des Populisten ohne Vorbehalte zu eigen macht. So sehr, dass man vielleicht sogar als der ursprüngliche Vertreter dieser Wahrheit wahrgenommen wird.
Indem man sich beim Populisten dafür bedankt, dass er eine Wahrheit ausgesprochen hat, die man selbst vielleicht vernachlässigt hätte.
Indem man sich vornimmt, den Populisten als Korrektiv in Zukunft nicht nötig zu haben.
Indem man sich die Wahrheit des Populisten ohne Vorbehalte zu eigen macht. So sehr, dass man vielleicht sogar als der ursprüngliche Vertreter dieser Wahrheit wahrgenommen wird.
Indem man sich beim Populisten dafür bedankt, dass er eine Wahrheit ausgesprochen hat, die man selbst vielleicht vernachlässigt hätte.
Indem man sich vornimmt, den Populisten als Korrektiv in Zukunft nicht nötig zu haben.
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Mittwoch, 12. November 2025
gedankenmaler, 21:10h
in: AfD besiegen
Mit unerschrockenem Realismus und unbedingten Willen zur Wahrheit.
Kein Problem verschweigen.
Kein Thema vermeiden.
Keine Statistik mit diskutabler Aussagekraft unter den Teppich kehren.
Alles diskutieren.
Jedes Problem angehen.
Jedes Opfer ernst nehmen.
Niemals die Realität verleugnen.
ZB das Problem der Gewalt an Schulen: https://x.com/AUF1TV/status/1988482232344887530
Kein Problem verschweigen.
Kein Thema vermeiden.
Keine Statistik mit diskutabler Aussagekraft unter den Teppich kehren.
Alles diskutieren.
Jedes Problem angehen.
Jedes Opfer ernst nehmen.
Niemals die Realität verleugnen.
ZB das Problem der Gewalt an Schulen: https://x.com/AUF1TV/status/1988482232344887530
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Montag, 10. November 2025
gedankenmaler, 20:49h
in: gagalinks
Bei "Politische Schönheit" behaupten sie allen Ernstes, die Bezahlkarte für Flüchtlinge sei nicht mehr weit entfernt von "Hundenahrung für Flüchtlinge".
Mir scheint, dass dies repräsentativ ist für viele Anhänger der allgemeinen Rechtsphobie. Man ist sich nicht zu schade für die dümmsten Vergleiche. Man hat kein Schamgefühl und kein Gewissen, das einen zu Maß und Mitte verpflichtet. Übertreibungen und Verzerrungen der Wirklichkeit sind legitime Mittel im Dienste des Guten. Nur sind es keine besonders schlauen Mittel.
Ein solch extremes Beispiel ist dann aber doch relativ selten. Ich kann kaum fassen, dass es bei denen offensichtlich durch die Qualitätskontrolle gerutscht ist. Ob sie es vielleicht bald heimlich aus dem Netz nehmen werden, weil ihnen doch dämmert, dass das ein ziemlich dämlicher Satz war?
Mir scheint, dass dies repräsentativ ist für viele Anhänger der allgemeinen Rechtsphobie. Man ist sich nicht zu schade für die dümmsten Vergleiche. Man hat kein Schamgefühl und kein Gewissen, das einen zu Maß und Mitte verpflichtet. Übertreibungen und Verzerrungen der Wirklichkeit sind legitime Mittel im Dienste des Guten. Nur sind es keine besonders schlauen Mittel.
Ein solch extremes Beispiel ist dann aber doch relativ selten. Ich kann kaum fassen, dass es bei denen offensichtlich durch die Qualitätskontrolle gerutscht ist. Ob sie es vielleicht bald heimlich aus dem Netz nehmen werden, weil ihnen doch dämmert, dass das ein ziemlich dämlicher Satz war?
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gedankenmaler, 11:40h
Es ist traurig, wenn Völker sterben.
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Sonntag, 9. November 2025
gedankenmaler, 12:15h
in: Beruehrung
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Samstag, 8. November 2025
gedankenmaler, 15:40h
in: AfD besiegen
Indem man daran mitwirkt, die Kategorien "rechts" und "links" zu überwinden.
Indem man die Sitte angreift, sich mit einem dieser Worte zu identifizieren.
Als eine peinliche Oberflächlichkeit.
Indem man begreift, dass es einen gesunden und legitimen Egoismus gibt.
"AfD-Wähler sind ja in weiten Teilen nicht einmal rechts. Viele wollen eigtl. eine Westerwelle-FDP oder eine Schmidt-SPD. Die Altparteien sind nur so weit vom Kurs abgekommen, dass die AfD, trotz ihrer unbestritten großen Distanz, in den Augen vieler da noch am nächsten dran ist."
https://x.com/schorn_stephan/status/1976314347984126433
"Fakt: Die meisten "Rechten" würden "linke Anliegen" unterstützen, wenn sie in einem homogenen Nationalstaat leben würden. Egal ob kostenlose Öffis, leistbares Wohnen, grüne Städte, höhere Löhne oder Gewinnbeteiligung an Profiten. Multikulti verhindert einen echten Sozialstaat."
https://x.com/mayrhofer_x/status/1986437050732527803
Indem man die Sitte angreift, sich mit einem dieser Worte zu identifizieren.
Als eine peinliche Oberflächlichkeit.
Indem man begreift, dass es einen gesunden und legitimen Egoismus gibt.
"AfD-Wähler sind ja in weiten Teilen nicht einmal rechts. Viele wollen eigtl. eine Westerwelle-FDP oder eine Schmidt-SPD. Die Altparteien sind nur so weit vom Kurs abgekommen, dass die AfD, trotz ihrer unbestritten großen Distanz, in den Augen vieler da noch am nächsten dran ist."
https://x.com/schorn_stephan/status/1976314347984126433
"Fakt: Die meisten "Rechten" würden "linke Anliegen" unterstützen, wenn sie in einem homogenen Nationalstaat leben würden. Egal ob kostenlose Öffis, leistbares Wohnen, grüne Städte, höhere Löhne oder Gewinnbeteiligung an Profiten. Multikulti verhindert einen echten Sozialstaat."
https://x.com/mayrhofer_x/status/1986437050732527803
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Freitag, 7. November 2025
gedankenmaler, 18:59h
in: AfD besiegen
Indem man aufhört, Feste im Ausland zu finanzieren.
Video - Ulrich Siegmund berichtet kurz: https://x.com/PauleAluhut/status/1977705836991357303
Video - Ulrich Siegmund berichtet kurz: https://x.com/PauleAluhut/status/1977705836991357303
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gedankenmaler, 15:43h
in: AfD besiegen
Indem man die Interpretation "Bevölkerungsaustausch" als das nimmt, was sie ist: Eine legitime Interpretation.
Indem man begreift, dass es zum absoluten Kernbereich von individueller und kollektiver Selbstbestimmung gehört, sich selbst zu definieren und dabei essentielle Grenzen zu ziehen.
Indem man zugesteht, dass der Begriff "Volk" nicht nur etwas formal Definiertes ist (Passbesitz), sondern auch eine nicht-formale Bedeutung hat. (Jahrhunderte oder gar Jahrtausende lang war die nicht-formale Bedeutung die normale Bedeutung!)
Indem man begreift, dass es Menschen gibt, die unter dem langsamen und nur halb-freiwilligen Tod des eigenen Volks und der eigenen Kultur leiden.
Indem man nicht arrogant, brutal und gefühlslos gegenüber diesen Leidenden ist.
siehe zB: https://x.com/KaiserBenKaiser/status/1981279546935542133
Indem man begreift, dass es zum absoluten Kernbereich von individueller und kollektiver Selbstbestimmung gehört, sich selbst zu definieren und dabei essentielle Grenzen zu ziehen.
Indem man zugesteht, dass der Begriff "Volk" nicht nur etwas formal Definiertes ist (Passbesitz), sondern auch eine nicht-formale Bedeutung hat. (Jahrhunderte oder gar Jahrtausende lang war die nicht-formale Bedeutung die normale Bedeutung!)
Indem man begreift, dass es Menschen gibt, die unter dem langsamen und nur halb-freiwilligen Tod des eigenen Volks und der eigenen Kultur leiden.
Indem man nicht arrogant, brutal und gefühlslos gegenüber diesen Leidenden ist.
siehe zB: https://x.com/KaiserBenKaiser/status/1981279546935542133
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gedankenmaler, 11:53h
in: AfD besiegen
Indem man existentielle Bedürfnisse ernst nimmt. Wie zB das Bedürfnis, ohne Angst U-Bahn zu fahren.
Indem man solche Vorfälle nicht als Kleinigkeit abtut:
"Heute Vormittag in der U8 in Berlin, zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Bernauer Straße: ein junger Mann, erkennbar aus einem Land südlich des Mittelmeers, läuft voller Aggressivität durch die Wagen. Er brüllt irgendetwas Unverständliches, hin und wieder spukt er kräftig auf den Boden der Bahn. Seine rechte Hand umklammert etwas, das man nicht erkennen kann. Die Passagiere sitzen da wie paralysiert, senken den Blick und hoffen, dass es schnell vorüber ist. ..."
https://x.com/PapkeGerhard/status/1978152228423672203
Indem man solche Vorfälle nicht als Kleinigkeit abtut:
"Heute Vormittag in der U8 in Berlin, zwischen den Stationen Gesundbrunnen und Bernauer Straße: ein junger Mann, erkennbar aus einem Land südlich des Mittelmeers, läuft voller Aggressivität durch die Wagen. Er brüllt irgendetwas Unverständliches, hin und wieder spukt er kräftig auf den Boden der Bahn. Seine rechte Hand umklammert etwas, das man nicht erkennen kann. Die Passagiere sitzen da wie paralysiert, senken den Blick und hoffen, dass es schnell vorüber ist. ..."
https://x.com/PapkeGerhard/status/1978152228423672203
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Dienstag, 4. November 2025
gedankenmaler, 16:56h
in: AfD besiegen
Jedenfalls nicht, indem man Kleinkinder aus einer Kita ausschließt, nur weil der Vater oder die Mutter in der AfD ist. -- Zum Glück ist es letztlich auch nicht dazu gekommen. Aber die unheilige Absicht war da.
Für mich zementieren solche Ereignisse meinen selbstgegebenen Status als AfD-Wähler. Denn so ein eklatante und schamlose und zum Himmel schreiende Amoral, frei von jeder vernünftigen oder erwachsenen Selbstkritik, verlangt nach einem passenden Kontra. Menschen, die so ticken, verdienen es, bestraft zu werden. Mein AfD-Wählen ist kein Protest-Wählen, es ist ein Bestrafungs-Wählen.
Das zum einen, und zum anderen wird hier offensichtlich, dass der moralische Kompass dieser Menschen vollkommen kaputt ist. Insofern verlieren auch all das Geschrei und all die moralischen Fingerzeige ihre stigmatisierende Wirkung. Man lässt sich einfach nicht mehr beeindrucken. Denn die Moral der Anti-Rechts-Bewegung ist vor allem eines: Pseudo-Moral. Diese Menschen sind nicht moralisch. Sie sind darauf konditioniert, zu bellen, wenn jemand eine Glocke läutet. Das ist alles. Was für ein Trauerspiel! -- Man lese Nietzsche: Sittlichkeit und Verdummung.
Imad Karim kocht vor Wut -- dabei ein schönes Bild von Frohnmaier und seiner Familie:
https://x.com/imd_krm/status/1983829759797744048
Es gab schonmal so einen Fall:
https://rreflektion.blogger.de/stories/2698031/
Für mich zementieren solche Ereignisse meinen selbstgegebenen Status als AfD-Wähler. Denn so ein eklatante und schamlose und zum Himmel schreiende Amoral, frei von jeder vernünftigen oder erwachsenen Selbstkritik, verlangt nach einem passenden Kontra. Menschen, die so ticken, verdienen es, bestraft zu werden. Mein AfD-Wählen ist kein Protest-Wählen, es ist ein Bestrafungs-Wählen.
Das zum einen, und zum anderen wird hier offensichtlich, dass der moralische Kompass dieser Menschen vollkommen kaputt ist. Insofern verlieren auch all das Geschrei und all die moralischen Fingerzeige ihre stigmatisierende Wirkung. Man lässt sich einfach nicht mehr beeindrucken. Denn die Moral der Anti-Rechts-Bewegung ist vor allem eines: Pseudo-Moral. Diese Menschen sind nicht moralisch. Sie sind darauf konditioniert, zu bellen, wenn jemand eine Glocke läutet. Das ist alles. Was für ein Trauerspiel! -- Man lese Nietzsche: Sittlichkeit und Verdummung.
Imad Karim kocht vor Wut -- dabei ein schönes Bild von Frohnmaier und seiner Familie:
https://x.com/imd_krm/status/1983829759797744048
Es gab schonmal so einen Fall:
https://rreflektion.blogger.de/stories/2698031/
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Montag, 3. November 2025
gedankenmaler, 14:08h
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gedankenmaler, 14:01h
in: AfD besiegen
Indem man unten stehenden Satz vermeidet.
Indem man aufhört, den Bürger zu verarschen.
"2015: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2016: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2017: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2018: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2019: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2020: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2021: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2022: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2023: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2024: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2025: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2026: 🤓"
https://x.com/Gert_Woellmann/status/1974852555495653755
Indem man aufhört, den Bürger zu verarschen.
"2015: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2016: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2017: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2018: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2019: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2020: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2021: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2022: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2023: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2024: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2025: Das Thema Migration braucht eine europäische Lösung
2026: 🤓"
https://x.com/Gert_Woellmann/status/1974852555495653755
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Sonntag, 2. November 2025
gedankenmaler, 12:30h
in: AfD besiegen
Indem man kostenloses Schulessen für alle anbietet.
"… Was Frau Köpping damit sagt: Integrationsfirlefanz und Vollversorgung von Migranten plus Finanzierung linker NGOs ist wichtiger als kostenloses Schulessen.
Was Frau Köpping damit auch indirekt sagt: Natürlich wird der einheimischen Bevölkerung durch diese Milliarden verschlingende Zuwanderungspolitik und der wirtschaftlichen Verschwendung von Geldern in diesem Bereich, etwas weggenommen. …"
https://x.com/ainyrockstar/status/1983865812352913514
…
"Integrationsfirlefanz" sollte man meiner Meinung nach weiter finanzieren. Aber NGOs sind definitiv nicht wichtiger als kostenloses Schulessen.
"… Was Frau Köpping damit sagt: Integrationsfirlefanz und Vollversorgung von Migranten plus Finanzierung linker NGOs ist wichtiger als kostenloses Schulessen.
Was Frau Köpping damit auch indirekt sagt: Natürlich wird der einheimischen Bevölkerung durch diese Milliarden verschlingende Zuwanderungspolitik und der wirtschaftlichen Verschwendung von Geldern in diesem Bereich, etwas weggenommen. …"
https://x.com/ainyrockstar/status/1983865812352913514
…
"Integrationsfirlefanz" sollte man meiner Meinung nach weiter finanzieren. Aber NGOs sind definitiv nicht wichtiger als kostenloses Schulessen.
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Montag, 27. Oktober 2025
gedankenmaler, 22:03h
in: Philosophie
Mein Beitrag vom 24.10. war für mich der letzte Schritt zu einem vollständigen Verständnis des ersten Satzes unseres GG.
Er bedeutet einfach nur: Du (Staat, Mensch, jeder) sollst den Menschen respektieren. Er ist ein Respekt-Befehl.
Allerdings ist seine poetische Formulierung kritisch zu sehen, wie ich ja auch ausführte. Die "Würde", die im GG erfunden wird, ist viel zu künstlich, viel zu theoretisch, viel zu abgehoben. Ich vermute, dass die meisten Menschen von der Formulierung verwirrt werden. Sie klingt toll, doch ist der reale Bezug zu dieser "Würde" immer weit entfernt. Sie bleibt immer nur Theorie, sie bleibt immer nur "Glauben", aber niemals verwirklicht sie sich vor der eigenen Anschauung.
Das ist ein bißchen so wie mit dem "lieben Gott" oder dem "Heiligen Geist". Man kann ewig an diese Dinge glauben. Und man glaubt sogar dann noch dran, wenn Gott die schlimmsten Dinge geschehen lässt.
Nein, danke, ich brauche keine Glaubensübung oder Glaubensbefehl in unserer Rechtsordnung. Ich respektiere den Menschen, auch ohne an diese "Menschenwürde" zu glauben. Und ich heb mir den Würde-Begriff lieber auf für die ganz normale Würde. Denn die versteht jeder Mensch.
Er bedeutet einfach nur: Du (Staat, Mensch, jeder) sollst den Menschen respektieren. Er ist ein Respekt-Befehl.
Allerdings ist seine poetische Formulierung kritisch zu sehen, wie ich ja auch ausführte. Die "Würde", die im GG erfunden wird, ist viel zu künstlich, viel zu theoretisch, viel zu abgehoben. Ich vermute, dass die meisten Menschen von der Formulierung verwirrt werden. Sie klingt toll, doch ist der reale Bezug zu dieser "Würde" immer weit entfernt. Sie bleibt immer nur Theorie, sie bleibt immer nur "Glauben", aber niemals verwirklicht sie sich vor der eigenen Anschauung.
Das ist ein bißchen so wie mit dem "lieben Gott" oder dem "Heiligen Geist". Man kann ewig an diese Dinge glauben. Und man glaubt sogar dann noch dran, wenn Gott die schlimmsten Dinge geschehen lässt.
Nein, danke, ich brauche keine Glaubensübung oder Glaubensbefehl in unserer Rechtsordnung. Ich respektiere den Menschen, auch ohne an diese "Menschenwürde" zu glauben. Und ich heb mir den Würde-Begriff lieber auf für die ganz normale Würde. Denn die versteht jeder Mensch.
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gedankenmaler, 20:57h
in: Rechtsstaat
Man füge folgenden Altruismus-Paragraphen zu unserem GG hinzu:
Das deutsche Volk bekennt sich zur Pflicht altruistischen Handelns gegenüber Hilfsbedürftigen in aller Welt. Art und Umfang der Hilfe werden vom deutschen Volk in regelmäßigen Abständen selbstbestimmt festgelegt. Es gibt keine Pflicht zur und kein Recht auf Selbstopferung. Maßnahmen, die die einheimische Bevölkerung -- oder Teile dessen -- einer Gefahr für die Gesundheit aussetzen, sind unzulässig.
Also lediglich die Festschreibung von dem, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wir helfen gerne, aber nicht zum Preis unserer Gesundheit. Wir helfen gerne, aber nicht, wenn wir mit Hunderten von vergewaltigten Frauen und vielen weiteren, grausam verletzten und getöteten Menschen dafür bezahlen müssen. Wir helfen gerne, aber nicht, wenn Sicherheit und Sicherheitsgefühl massiv darunter leiden. Wir helfe gerne, aber nicht wenn wir unsere Weihnachtsmärkte danach für alle Zeit mit Beton-Pollern ausstatten müssen.
Dies ist nicht nur ein "gesunder Egoismus" eines Volkes, das keine Opfer außer eines finanziellen bringen will. Es ist die verantwortungsvolle Pflege eines Lebensraums, von dem jeder Anwesende profitiert. Jeder Tourist, jeder Europäer, jeder Ausländer profitiert von einem sicheren Deutschland.
Weiterhin sollte man festlegen:
Das vom Volk festgelegte, finanzielle, jährliche Gesamtvolumen für altruistische Tätigkeiten darf nicht überschritten werden. Eine temporäre, maßnahmenbezogene Überschreitung verlangt zwingend eine ausgleichende Kürzung im Folgejahr, bzw. eine zeitgleiche Kürzung bei einem anderen Hilfsprojekt.
Damit wäre der Altruismus in einen Rahmen gesetzt, der zu einer Optimierung der finanziellen Mitteln zwingt. Hilfsmaßnahmen, die teuer und ineffektiv sind, würden abgesetzt und durch effektivere Maßnahmen ersetzt. Siehe: Effektiver Altruismus.
Unterm Strich würden dadurch mehr Hilfsbedürftige profitieren. Gleichzeitig würde man einen respektvollen Umgang mit Steuergeldern demonstrieren. Die Akzeptanz in der Bevölkerung wäre signifikant größer. Geben würde wieder Spaß machen, weil es so viel mehr Sinn macht, zu geben.
Altruismus in Form von Asyl und inländischem Flüchtlingsschutz wäre damit auf absolute Härtefälle reduziert, denn 1. ist das im Vergleich zu anderen Maßnahmen eine extrem teure Form der Hilfe, die Geld abzieht, das dann an anderer Stelle fehlt, und 2. geht damit eine Gefährdung der einheimischen Bevölkerung einher (siehe die Vielzahl von "Einzelfällen" der letzten 10 Jahre).
Auch die Richter dieses Landes hätten eine intrinsische Motivation, in Bezug auf Asyl einen harten, prinzipiell ablehnenden Kurs zu fahren, denn sie wüssten, dass sie mit jedem einzelnen Menschen, dem sie mit richterlicher Gewalt inländische Hilfe zusprechen, 10 anderen Menschen in ärmeren Regionen der Welt die Hilfe kürzen. Der Richter muss in eine Lage gebracht werden, sich mit seinem Einzelurteil nicht außerhalb des allgemein festgelegten Finanzierungsrahmens bewegen zu können. Jeder Hilfe, die er zuspricht, wird aus dem einen begrenzten Budget genommen.
Natürlich sollte man auch die Asyl-Gesetze so ändern, dass erst gar kein gesetzlich zwingender Anspruch entstehen kann. Doch der Versuchung, nur den Einzelfall zu sehen, und sich nicht um das große Ganze zu kümmern, muss eventuell gegengesteuert werden. Der Richter sollte bei jedem Einzelfall die Hilfsbedürftigen in aller Welt vor Augen haben. Ein Gesetz sollte ihn dazu zwingen. Er muss in seiner Urteilsbegründung darauf Bezug nehmen, und begründen, warum der eine Mensch vor ihm wichtiger ist, als die 10 anderen, die aufgrund seines Urteils wahrscheinlich leer ausgehen werden.
Denn Menschen sind Menschen, egal wo auf der Welt und eine Diskriminierung nach geographischer Lage ist ihnen nicht zuzumuten. Echte Gutmenschen diskriminieren nicht nach Entfernung. Der "Nächste" kann auch 3000 km entfernt sein. Und er ist nicht weniger wert als jemand, der direkt vor unseren Grenzen steht, oder bereits deutschen Boden betreten hat. Echte Gutmenschen lassen sich von geographischen Grenzen nicht beeindrucken. Ihre Liebe umspannt die ganze Welt.
Die Mittel sind immer begrenzt. Und eine möglichst effektive Mittelverwendung ist kein technokratisches Ideal; es ist das Produkt einer Symbiose zwischen Herz und Verstand. Ich bin aus voller Überzeugung "effektiver Altruist" und glaube, dass dieser Weg zum Guten führen kann.
(Wie effektiver Altruismus genau definiert wird, ist mir egal. Für mich geht es nur um die zwei Worte "effektiv" und "altruistisch".)
Das deutsche Volk bekennt sich zur Pflicht altruistischen Handelns gegenüber Hilfsbedürftigen in aller Welt. Art und Umfang der Hilfe werden vom deutschen Volk in regelmäßigen Abständen selbstbestimmt festgelegt. Es gibt keine Pflicht zur und kein Recht auf Selbstopferung. Maßnahmen, die die einheimische Bevölkerung -- oder Teile dessen -- einer Gefahr für die Gesundheit aussetzen, sind unzulässig.
Also lediglich die Festschreibung von dem, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Wir helfen gerne, aber nicht zum Preis unserer Gesundheit. Wir helfen gerne, aber nicht, wenn wir mit Hunderten von vergewaltigten Frauen und vielen weiteren, grausam verletzten und getöteten Menschen dafür bezahlen müssen. Wir helfen gerne, aber nicht, wenn Sicherheit und Sicherheitsgefühl massiv darunter leiden. Wir helfe gerne, aber nicht wenn wir unsere Weihnachtsmärkte danach für alle Zeit mit Beton-Pollern ausstatten müssen.
Dies ist nicht nur ein "gesunder Egoismus" eines Volkes, das keine Opfer außer eines finanziellen bringen will. Es ist die verantwortungsvolle Pflege eines Lebensraums, von dem jeder Anwesende profitiert. Jeder Tourist, jeder Europäer, jeder Ausländer profitiert von einem sicheren Deutschland.
Weiterhin sollte man festlegen:
Das vom Volk festgelegte, finanzielle, jährliche Gesamtvolumen für altruistische Tätigkeiten darf nicht überschritten werden. Eine temporäre, maßnahmenbezogene Überschreitung verlangt zwingend eine ausgleichende Kürzung im Folgejahr, bzw. eine zeitgleiche Kürzung bei einem anderen Hilfsprojekt.
Damit wäre der Altruismus in einen Rahmen gesetzt, der zu einer Optimierung der finanziellen Mitteln zwingt. Hilfsmaßnahmen, die teuer und ineffektiv sind, würden abgesetzt und durch effektivere Maßnahmen ersetzt. Siehe: Effektiver Altruismus.
Unterm Strich würden dadurch mehr Hilfsbedürftige profitieren. Gleichzeitig würde man einen respektvollen Umgang mit Steuergeldern demonstrieren. Die Akzeptanz in der Bevölkerung wäre signifikant größer. Geben würde wieder Spaß machen, weil es so viel mehr Sinn macht, zu geben.
Altruismus in Form von Asyl und inländischem Flüchtlingsschutz wäre damit auf absolute Härtefälle reduziert, denn 1. ist das im Vergleich zu anderen Maßnahmen eine extrem teure Form der Hilfe, die Geld abzieht, das dann an anderer Stelle fehlt, und 2. geht damit eine Gefährdung der einheimischen Bevölkerung einher (siehe die Vielzahl von "Einzelfällen" der letzten 10 Jahre).
Auch die Richter dieses Landes hätten eine intrinsische Motivation, in Bezug auf Asyl einen harten, prinzipiell ablehnenden Kurs zu fahren, denn sie wüssten, dass sie mit jedem einzelnen Menschen, dem sie mit richterlicher Gewalt inländische Hilfe zusprechen, 10 anderen Menschen in ärmeren Regionen der Welt die Hilfe kürzen. Der Richter muss in eine Lage gebracht werden, sich mit seinem Einzelurteil nicht außerhalb des allgemein festgelegten Finanzierungsrahmens bewegen zu können. Jeder Hilfe, die er zuspricht, wird aus dem einen begrenzten Budget genommen.
Natürlich sollte man auch die Asyl-Gesetze so ändern, dass erst gar kein gesetzlich zwingender Anspruch entstehen kann. Doch der Versuchung, nur den Einzelfall zu sehen, und sich nicht um das große Ganze zu kümmern, muss eventuell gegengesteuert werden. Der Richter sollte bei jedem Einzelfall die Hilfsbedürftigen in aller Welt vor Augen haben. Ein Gesetz sollte ihn dazu zwingen. Er muss in seiner Urteilsbegründung darauf Bezug nehmen, und begründen, warum der eine Mensch vor ihm wichtiger ist, als die 10 anderen, die aufgrund seines Urteils wahrscheinlich leer ausgehen werden.
Denn Menschen sind Menschen, egal wo auf der Welt und eine Diskriminierung nach geographischer Lage ist ihnen nicht zuzumuten. Echte Gutmenschen diskriminieren nicht nach Entfernung. Der "Nächste" kann auch 3000 km entfernt sein. Und er ist nicht weniger wert als jemand, der direkt vor unseren Grenzen steht, oder bereits deutschen Boden betreten hat. Echte Gutmenschen lassen sich von geographischen Grenzen nicht beeindrucken. Ihre Liebe umspannt die ganze Welt.
Die Mittel sind immer begrenzt. Und eine möglichst effektive Mittelverwendung ist kein technokratisches Ideal; es ist das Produkt einer Symbiose zwischen Herz und Verstand. Ich bin aus voller Überzeugung "effektiver Altruist" und glaube, dass dieser Weg zum Guten führen kann.
(Wie effektiver Altruismus genau definiert wird, ist mir egal. Für mich geht es nur um die zwei Worte "effektiv" und "altruistisch".)
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Freitag, 24. Oktober 2025
gedankenmaler, 18:40h
in: Philosophie
Man vergleiche einmal diese beiden Würde-Begriffe: Zum einen diese heilige und viel gepriesene "Menschenwürde", zum anderen die "normale Würde", also die Würde ohne viel Lobpreisung und ohne "Mensch" davor.
Ich bin im Zuge meines Nachdenkens über unser Grundgesetz und die Menschenwürde auf diese Idee gekommen. Ich stellte die Frage, wieviel Würde denn nun vorhanden ist, in unserer ach so heiligen Menschenwürde (MW). Und es kam der Verdacht auf, dass die MW vielleicht gar keinen Anteil an dieser echten (normalen) Würde besitzt. Ist hier vielleicht nur Poesie am Werk? Schönrederei? Eine absichtliche Verdunklung ("Verklärung") der Wirklichkeit? Weil man etwas Quasi-Heiliges braucht, aber doch ein säkularer Staat sein will, und so hat man sich diese berüchtigte Formulierung einfallen lassen? Eine Formulierung, die verwirrt und unklar ist und dadurch "tief" wirkt?
Und haben wir bei all diesem Reden über die MW nicht auch vergessen, was die normale Würde ist? Und auch vergessen, dass diese normale Würde ein wichtiger Teil unseres Lebens sein sollte?
Die normale Würde ist veränderlich und vorrangig -- wenn nicht sogar ausschließlich -- von unserem eigenen Handeln abhängig. Sie ist also eine Würde, die lebt, die atmet. Sie ist eine Würde, die aufsteigen kann oder fallen. Sie kann wachsen oder verkümmern. Sie kann zugrunde gehen und sterben. Und sie kann wiederauferstehen. (Für genauere Details fragen Sie bitte den lieben Gott.)
Diese Würde ist -- wenn man es ein bißchen idealistisch zu Ende denkt -- wirklich nicht von außen "antastbar". Denn sie hängt allein von unseren eigenen Entscheidungen ab. Ein Mensch, der uns anspuckt, vermindert nicht unsere Würde, sondern seine eigene. Ein Mensch, der vergewaltigt, vermindert nicht die Würde des Opfers, sondern er tötet seine eigene. Die Nazis, die die Juden ermordert haben, haben nicht deren Würde angegriffen, sondern ihre eigene.
Ganz anders die "Würde des Menschen"! Soweit meine Antennen richtig funktionieren, soll das eine Würde sein, die alle Menschen absolut gleich macht, und die niemals verloren gehen kann. Sie kann auch nicht mehr oder weniger werden. Selbst der ekelhafte Vergewaltiger besitzt noch diese MW in genau dem gleichen Maße wie jeder andere.
Gleichzeitig aber folgt man diesem Aberglauben, dass man diese Würde von außen verletzen könnte. Daher formuliert man eine Pflicht des Staates, diese MW zu beschützen. In dieser Logik wird die "Würde" eines Opfers tatsächlich beschädigt, während der Täter im wesentlichen keine Würdeverletzung erleidet.
Die Behauptung, die MW sei "unantastbar", ist in dieser Logik offensichtlich also nicht als Tatsachenbehauptung gemeint, sondern als Wunsch- und Zielvorstellung, für die man arbeiten muss, um sie wahr zu machen. Das Grundgesetz wäre etwas leichter verständlich, wenn man nicht den Indikativ sondern den Konjunktiv benutzen würde: "Die Würde des Menschen sei unantastbar".
Es handelt sich also um eine Art "guter Vorsatz" und einen Akt der Selbstbindung. "Unantastbar" ist nicht die Würde, sondern der Vorsatz, sie zu schützen. Unantastbar ist diese Denkrichtung, dieses Kriterium der "Würde". Man hat etwas im Sinn, das man besser als "würdevolle Behandlung" bezeichnen sollte: Der Mensch hat immer ein Recht auf ein Mindestmaß an würdevoller Behandlung. Der Mensch hat immer ein Recht auf ein Mindestmaß an Respekt. Und dieser Respekt gebietet es, ihm einen Kernbereich von (Menschen)Rechten zuzugestehen, die ihm nicht genommen werden dürfen. Der Mensch hat ein unantastbares Recht auf Rechte.
Es prallen hier also ziemlich unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Würde und Menschenwürde sind fast Gegensätze. Die eine fragt eher nach den Pflichten des Individuums. Die andere hat den Anspruch, Rechte zu begründen.
Ich halte es daher für falsch, sich ein Bild von "Menschenwürde" zu machen, als hätte jeder Mensch von Geburt ein gewisses Quantum von Würde mitbekommen. Denn die MW hat mit der normalen Würde schlicht nichts zu tun. Es ist nur eine poetische Formel, die uns im Kopf rumspukt. Man kann daraus keine tatsächliche Würde ableiten.
Die Formulierung des ersten Satzes unserer Rechtsordnung hat sachlich betrachtet vor allem eine Funktion: Der Mensch spricht sich selbst einen besonderen Status zu. Und dieser Status soll gewisse Rechte begründen. So weit gehe ich auch mit. Ich halte das für richtig. Nur ist die Formulierung missverständlich gewählt. Sie bringt uns auf Abwege. Sie hat Nebenwirkungen.
Der Anspruch, gewisse Kernrechte zu begründen, ist richtig. Sogar das Kriterium der Würde ist nicht ganz falsch, wenn man darunter das Recht auf Respekt und eine entsprechende Behandlung versteht. Doch man sollte das direkter ausdrücken. Man sollte es platter, banaler und dadurch leichter verständlich ausdrücken. Man sollte wortwörtlicher reden und nicht poetisch verklärt. Es gibt keine "Menschenwürde". Es gibt nur das Recht auf eine würdevolle Behandlung. Es gibt gewisse Kern-Rechte, die unantastbar sind.
Wer sich wirklich für die eigene Würde interessiert, der sollte sich an die normale Würde halten. Hier gibt es etwas zu tun. Die MW dagegen verführt zur Bequemlichkeit. Die Idee einer Würde-Garantie, die völlig unabhängig vom eigenen Handeln ist, bietet keinerlei Ansporn. Sie ist ungefähr so schädlich, wir der Glaube an eine "Sündigkeit", die völlig unabhängig vom eigenen Handeln ist. Man kann nichts tun. Der wesentliche Wert seiner selbst ist von Anfang festgelegt und das war's.
Formulieren wir den ersten Satz unserer Rechtsordnung um. Ich bin sicher, es gibt bessere Formulierungen.
Siehe auch: Die Würde des Menschen als ein unmöglicher Gedanke
Ich bin im Zuge meines Nachdenkens über unser Grundgesetz und die Menschenwürde auf diese Idee gekommen. Ich stellte die Frage, wieviel Würde denn nun vorhanden ist, in unserer ach so heiligen Menschenwürde (MW). Und es kam der Verdacht auf, dass die MW vielleicht gar keinen Anteil an dieser echten (normalen) Würde besitzt. Ist hier vielleicht nur Poesie am Werk? Schönrederei? Eine absichtliche Verdunklung ("Verklärung") der Wirklichkeit? Weil man etwas Quasi-Heiliges braucht, aber doch ein säkularer Staat sein will, und so hat man sich diese berüchtigte Formulierung einfallen lassen? Eine Formulierung, die verwirrt und unklar ist und dadurch "tief" wirkt?
Tief sein und tief scheinen. – Wer sich tief weiß, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit. Denn die Menge hält alles für tief, dessen Grund sie nicht sehen kann: sie ist so furchtsam und geht so ungern ins Wasser.
Nietzsche
Und haben wir bei all diesem Reden über die MW nicht auch vergessen, was die normale Würde ist? Und auch vergessen, dass diese normale Würde ein wichtiger Teil unseres Lebens sein sollte?
Die normale Würde ist veränderlich und vorrangig -- wenn nicht sogar ausschließlich -- von unserem eigenen Handeln abhängig. Sie ist also eine Würde, die lebt, die atmet. Sie ist eine Würde, die aufsteigen kann oder fallen. Sie kann wachsen oder verkümmern. Sie kann zugrunde gehen und sterben. Und sie kann wiederauferstehen. (Für genauere Details fragen Sie bitte den lieben Gott.)
Diese Würde ist -- wenn man es ein bißchen idealistisch zu Ende denkt -- wirklich nicht von außen "antastbar". Denn sie hängt allein von unseren eigenen Entscheidungen ab. Ein Mensch, der uns anspuckt, vermindert nicht unsere Würde, sondern seine eigene. Ein Mensch, der vergewaltigt, vermindert nicht die Würde des Opfers, sondern er tötet seine eigene. Die Nazis, die die Juden ermordert haben, haben nicht deren Würde angegriffen, sondern ihre eigene.
Ganz anders die "Würde des Menschen"! Soweit meine Antennen richtig funktionieren, soll das eine Würde sein, die alle Menschen absolut gleich macht, und die niemals verloren gehen kann. Sie kann auch nicht mehr oder weniger werden. Selbst der ekelhafte Vergewaltiger besitzt noch diese MW in genau dem gleichen Maße wie jeder andere.
Gleichzeitig aber folgt man diesem Aberglauben, dass man diese Würde von außen verletzen könnte. Daher formuliert man eine Pflicht des Staates, diese MW zu beschützen. In dieser Logik wird die "Würde" eines Opfers tatsächlich beschädigt, während der Täter im wesentlichen keine Würdeverletzung erleidet.
Die Behauptung, die MW sei "unantastbar", ist in dieser Logik offensichtlich also nicht als Tatsachenbehauptung gemeint, sondern als Wunsch- und Zielvorstellung, für die man arbeiten muss, um sie wahr zu machen. Das Grundgesetz wäre etwas leichter verständlich, wenn man nicht den Indikativ sondern den Konjunktiv benutzen würde: "Die Würde des Menschen sei unantastbar".
Es handelt sich also um eine Art "guter Vorsatz" und einen Akt der Selbstbindung. "Unantastbar" ist nicht die Würde, sondern der Vorsatz, sie zu schützen. Unantastbar ist diese Denkrichtung, dieses Kriterium der "Würde". Man hat etwas im Sinn, das man besser als "würdevolle Behandlung" bezeichnen sollte: Der Mensch hat immer ein Recht auf ein Mindestmaß an würdevoller Behandlung. Der Mensch hat immer ein Recht auf ein Mindestmaß an Respekt. Und dieser Respekt gebietet es, ihm einen Kernbereich von (Menschen)Rechten zuzugestehen, die ihm nicht genommen werden dürfen. Der Mensch hat ein unantastbares Recht auf Rechte.
Es prallen hier also ziemlich unterschiedliche Perspektiven aufeinander. Würde und Menschenwürde sind fast Gegensätze. Die eine fragt eher nach den Pflichten des Individuums. Die andere hat den Anspruch, Rechte zu begründen.
Ich halte es daher für falsch, sich ein Bild von "Menschenwürde" zu machen, als hätte jeder Mensch von Geburt ein gewisses Quantum von Würde mitbekommen. Denn die MW hat mit der normalen Würde schlicht nichts zu tun. Es ist nur eine poetische Formel, die uns im Kopf rumspukt. Man kann daraus keine tatsächliche Würde ableiten.
Die Formulierung des ersten Satzes unserer Rechtsordnung hat sachlich betrachtet vor allem eine Funktion: Der Mensch spricht sich selbst einen besonderen Status zu. Und dieser Status soll gewisse Rechte begründen. So weit gehe ich auch mit. Ich halte das für richtig. Nur ist die Formulierung missverständlich gewählt. Sie bringt uns auf Abwege. Sie hat Nebenwirkungen.
Der Anspruch, gewisse Kernrechte zu begründen, ist richtig. Sogar das Kriterium der Würde ist nicht ganz falsch, wenn man darunter das Recht auf Respekt und eine entsprechende Behandlung versteht. Doch man sollte das direkter ausdrücken. Man sollte es platter, banaler und dadurch leichter verständlich ausdrücken. Man sollte wortwörtlicher reden und nicht poetisch verklärt. Es gibt keine "Menschenwürde". Es gibt nur das Recht auf eine würdevolle Behandlung. Es gibt gewisse Kern-Rechte, die unantastbar sind.
Wer sich wirklich für die eigene Würde interessiert, der sollte sich an die normale Würde halten. Hier gibt es etwas zu tun. Die MW dagegen verführt zur Bequemlichkeit. Die Idee einer Würde-Garantie, die völlig unabhängig vom eigenen Handeln ist, bietet keinerlei Ansporn. Sie ist ungefähr so schädlich, wir der Glaube an eine "Sündigkeit", die völlig unabhängig vom eigenen Handeln ist. Man kann nichts tun. Der wesentliche Wert seiner selbst ist von Anfang festgelegt und das war's.
Formulieren wir den ersten Satz unserer Rechtsordnung um. Ich bin sicher, es gibt bessere Formulierungen.
Siehe auch: Die Würde des Menschen als ein unmöglicher Gedanke
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