Freitag, 14. Juni 2024
gedankenmaler, 21:17h
Ab Stelle 39:00 spricht Kubitschek über den ethnokulturellen Volksbegriff und wie der Verfassunggschutz darüber denkt:
https://youtu.be/SyvhKxPCIYo?si=tDVq9HjP3U0RiLaY&t=2340
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gedankenmaler, 11:19h
Arthur Schopenhauer, aus: „Über das Fundament der Moral“
"Allein dieser Ausdruck Würde des Menschen, einmal von Kant ausgesprochen, wurde nachher das Schiboleth aller rat- und gedankenlosen Moralisten, die ihren Mangel an einer wirklichen oder wenigstens doch irgendetwas sagenden Grundlage der Moral hinter jenen imponierenden Ausdruck Würde des Menschen versteckten, klug darauf rechnend, daß auch ihr Leser sich gern mit einer solchen Würde angetan sehen und demnach damit zufrieden gestellt sein würde."
"Jeder Wert ist die Schätzung einer Sache im Vergleich mit einer anderen, also ein Vergleichsbegriff, mithin relativ und diese Relativität macht eben das Wesen des Begriffs Wert aus. Ein unvergleichbarer, unbedingter, absoluter Wert, dergleichen die Würde sein soll, ist demnach, wie so vieles in der Philosophie, die mit Worten gestellte Aufgabe zu einem Gedanken, der sich gar nicht denken läßt, so wenig wie die höchste Zahl oder der größte Raum."
https://twitter.com/HeinoBosselmann/status/1799115595079712844
"Allein dieser Ausdruck Würde des Menschen, einmal von Kant ausgesprochen, wurde nachher das Schiboleth aller rat- und gedankenlosen Moralisten, die ihren Mangel an einer wirklichen oder wenigstens doch irgendetwas sagenden Grundlage der Moral hinter jenen imponierenden Ausdruck Würde des Menschen versteckten, klug darauf rechnend, daß auch ihr Leser sich gern mit einer solchen Würde angetan sehen und demnach damit zufrieden gestellt sein würde."
"Jeder Wert ist die Schätzung einer Sache im Vergleich mit einer anderen, also ein Vergleichsbegriff, mithin relativ und diese Relativität macht eben das Wesen des Begriffs Wert aus. Ein unvergleichbarer, unbedingter, absoluter Wert, dergleichen die Würde sein soll, ist demnach, wie so vieles in der Philosophie, die mit Worten gestellte Aufgabe zu einem Gedanken, der sich gar nicht denken läßt, so wenig wie die höchste Zahl oder der größte Raum."
https://twitter.com/HeinoBosselmann/status/1799115595079712844
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Mittwoch, 27. März 2024
gedankenmaler, 21:38h
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Dienstag, 26. März 2024
gedankenmaler, 17:51h
Roger Köppel könnte ein von Gott gesandter Seelsorger sein.
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Samstag, 23. März 2024
gedankenmaler, 11:13h
Künstler und Trans-Frau, zumindest in diesem Video. In anderen spielt er/sie/es auch mal eine männliche Rolle... wenn ich denn richtig geguckt habe und es die gleiche Person ist.
Ich frage mich, wie er/sie es hinbekommt, die Stimme so perfekt anzupassen. Ist das eine nachträgliche Bearbeitung? Jedenfalls bin ich sehr froh, dass es so gut gelingt. Würde sie mit gekünstelt hoher Stimme sprechen, hätte das Kunstwerk für mich eine ganz andere Ästhetik.
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Dienstag, 16. Januar 2024
gedankenmaler, 17:50h
Ich mag Jordan Peterson eigentlich sehr. Aber er hat offensichtlich auch die ein oder andere Schwäche und hier wird mit großer Klarheit darauf hingewiesen. Respekt an Alex O'Connor für das unten stehende Video. -- Ob sich Jordan Peterson davon beeindrucken lässt? Ich traue ihm zu, dass er seinen Fehler irgendwann einsieht.
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Dienstag, 19. Dezember 2023
gedankenmaler, 22:14h
https://www.br.de/nachrichten/bayern/br24live-urteil-bayerns-kreuze-duerfen-haengen-bleiben,TynyxG7
Ich kotze ab bei solchen Urteilen. Mir wäre lieber, der Staat gibt sich mehr Mühe den Schein der weltanschaulichen Neutralität zu bewahren.
Dies ist mir ein ganz grundsätzliches Bedürfnis. Ich will im öffentlichen Raum einfach nicht zuviel mit Bekenntnissignalen umgeben sein. Aus dem gleichen Grunde stört mich auch die Regenbogenfahne, wenn sie überall rumwedelt. All das ist mir einfach zu aufdringlich und zu pöbelhaft. Dieses ganze: "Hier schaut her! Das sind unsere Werte! Das sind unsere Traditionen! Das ist unsere Religion!" -- Es wäre mir so egal!
Solche Verordnungen vom Staat wiegen für mich auch besonders schwer. Wenn sowas organisch aus der Kultur eines Landes heraus entsteht, ist das nochmal was anderes. Wenn der Staat nur gewisse Freiräume definiert, und die Bürger und Angestellten vor Ort selbst entscheiden, ob da ein Kreuz an der Wand hängt: ok. Aber der Staat mit einer allgemeinen Symbolpflicht für jedes Gebäude?
Ich habe keine Lust, auf Kreuze gucken zu müssen. Und ich habe jetzt schon keine Lust auf den deutschen Staat der Zukunft mit 60% Muslimen. Da wird dann wahrscheinlichein Foto vom "Propheten" an der Wand hängen. ein islamisches Symbol an der Wand hängen. All das ist für mich der gleiche, aufdringliche Bullshit.
Deswegen mag ich ja tendenziell auch keine Kopftücher. Weil dadurch auf 100m Entfernung die Religion eines Menschen sichtbar wird.
Geht's nicht auch dezenter? Etwas leiser? vorsichtiger? feiner? rücksichtsvoller?
Ich kotze ab bei solchen Urteilen. Mir wäre lieber, der Staat gibt sich mehr Mühe den Schein der weltanschaulichen Neutralität zu bewahren.
Dies ist mir ein ganz grundsätzliches Bedürfnis. Ich will im öffentlichen Raum einfach nicht zuviel mit Bekenntnissignalen umgeben sein. Aus dem gleichen Grunde stört mich auch die Regenbogenfahne, wenn sie überall rumwedelt. All das ist mir einfach zu aufdringlich und zu pöbelhaft. Dieses ganze: "Hier schaut her! Das sind unsere Werte! Das sind unsere Traditionen! Das ist unsere Religion!" -- Es wäre mir so egal!
Solche Verordnungen vom Staat wiegen für mich auch besonders schwer. Wenn sowas organisch aus der Kultur eines Landes heraus entsteht, ist das nochmal was anderes. Wenn der Staat nur gewisse Freiräume definiert, und die Bürger und Angestellten vor Ort selbst entscheiden, ob da ein Kreuz an der Wand hängt: ok. Aber der Staat mit einer allgemeinen Symbolpflicht für jedes Gebäude?
Ich habe keine Lust, auf Kreuze gucken zu müssen. Und ich habe jetzt schon keine Lust auf den deutschen Staat der Zukunft mit 60% Muslimen. Da wird dann wahrscheinlich
Deswegen mag ich ja tendenziell auch keine Kopftücher. Weil dadurch auf 100m Entfernung die Religion eines Menschen sichtbar wird.
Geht's nicht auch dezenter? Etwas leiser? vorsichtiger? feiner? rücksichtsvoller?
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Dienstag, 12. September 2023
gedankenmaler, 20:15h
Würde ich versuchen, die Qualitäten von Gut und Böse in der "natürlichen", physischen Welt zu verorten, so würde ich das Gute in allem sehen, was sanft, fein und zärtlich ist. Auch das fein Ausdifferenzierte, die fein ausdifferenzierten Strukturen, wären für mich gut, zärtlich und schön.
Das Böse wäre für mich in allem, was grob, brutal, überhart ist. Auch das Ignorante oder das Desinteresse bezüglich des Leidens in der Welt wäre für mich grob und böse. (Folglich laufe ich mit dem Verdacht herum, dass Gott auch böse sein könnte.)
In diesem Bild könnte es darüber hinaus auch so sein, dass das Zarte, also das Gute, und das Grobe, also das Böse, genau ausgeglichen wären. -- Aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig und nur ein Detail am Rande. Es könnte auch das eine odere überwiegen. Gott ist hier nicht auf Symmetrien festgelegt. -- Aber es stünde fest, dass die Welt beides beherbergen muss.
Liebe und Gewalt scheinen schon gemeinsam zu existieren, wenn ein Kind geboren wird... oder nicht?
(Dass in der Bibel davon geredet wird, dass Gott das menschliche Gebären mit voller Absicht sehr schmerzhaft für die Frau gestaltet hat, ist ein weiteres Indiz für seine Bosheit.)
In der Sonne explodieren pro Sekunde gewissermaßen Millionen Atombomben; eine ganz außerordentliche "Gewalt"... doch in 8 Lichtminuten Entfernung kommt dann genau die richtige Dosis an, sodass ein Lebewesen auf der Erde seinen Kopf ein klein wenig anneigt, um etwas mehr Photonen abzubekommen.
Das Böse wäre für mich in allem, was grob, brutal, überhart ist. Auch das Ignorante oder das Desinteresse bezüglich des Leidens in der Welt wäre für mich grob und böse. (Folglich laufe ich mit dem Verdacht herum, dass Gott auch böse sein könnte.)
In diesem Bild könnte es darüber hinaus auch so sein, dass das Zarte, also das Gute, und das Grobe, also das Böse, genau ausgeglichen wären. -- Aber das ist eigentlich gar nicht so wichtig und nur ein Detail am Rande. Es könnte auch das eine odere überwiegen. Gott ist hier nicht auf Symmetrien festgelegt. -- Aber es stünde fest, dass die Welt beides beherbergen muss.
Liebe und Gewalt scheinen schon gemeinsam zu existieren, wenn ein Kind geboren wird... oder nicht?
(Dass in der Bibel davon geredet wird, dass Gott das menschliche Gebären mit voller Absicht sehr schmerzhaft für die Frau gestaltet hat, ist ein weiteres Indiz für seine Bosheit.)
In der Sonne explodieren pro Sekunde gewissermaßen Millionen Atombomben; eine ganz außerordentliche "Gewalt"... doch in 8 Lichtminuten Entfernung kommt dann genau die richtige Dosis an, sodass ein Lebewesen auf der Erde seinen Kopf ein klein wenig anneigt, um etwas mehr Photonen abzubekommen.
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Mittwoch, 6. September 2023
gedankenmaler, 23:28h
Früher hatte man das Ideal "Toleranz" ständig empor gehoben. Heute ist man damit nicht mehr moralisch genug. Heute muss man mitmachen: Eben bei Transen. Männer, die sich weiblich fühlen. Frauen, die sich männlich fühlen. -- Du nennst sie bei ihrem biologischen Geschlecht? Schäm Dich!
Es reicht also nicht mehr -- das muss man vielleicht öfter wiederholen -- eine Trans-Person einfach zu akzeptieren, zu tolerieren oder willkommen zu heißen. Man muss ihre Version der Realität akzeptieren, weil alles andere für diese Person als unzumutbar gilt. Früher wäre eine solche Begründungsstruktur als Indikator betrachtet worden für eine eventuell hilfreiche psychiatrische, psychotherapeutische Behandlung. Aber nein. Bei Trans-Personen gilt dies also nicht mehr. Sie haben schlicht ein Recht auf ihre Wunschrealität und ihre Wunschpronomen. Sie haben ein Recht auf den gesamten öffentlichen Sprachraum als ihren Safe-Space. Die Empfindungen der Trans-Person werden schlicht zum Maß aller Dinge erklärt. Wenn sie sagt, dass etwas unzumutbar ist, dann ist dies unzumutbar. Punkt. (Bei Verhandlungen im Jobcenter, zB ob man eine Arbeit annehmen muss, wäre eine solche Verhandlungsposition etwas großartiges. Und ehrlich! Vielleicht kommt ja mal was Zumutbares...)
Nun gut. Dann ist all das eben der Indikator dafür, dass der komplette Mainstream eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung gebrauchen könnte.
Ich bleibe dabei: Der (gewaltsame) Griff hinein in den Kopf des anderen ist nicht richtig. Das (gewaltsame) Verbiegen von Bedeutungs- und Sprachzuordnungen ist an sich schon eine Art Sünde. Es ist etwas genuin Unanständiges, Veränderungen im Kopf eines anderen ERZWINGEN zu wollen.
Ich verstehe grundsätzlich aber auch, woher diese Unsensibilität kommt: Sie ist nämlich seit Jahrtausenden ein elendiger Teil unserer Kultur. Vor allem die Religionen haben die Saat von geistiger Gewalt in unser Sein geträufelt: Bekenn Dich zu Jesus oder brenn auf dem Scheiterhaufen. Bekenn Dich zu unserer Interpretation des Abendmahls und Du darfst leben. Bekenn Dich zu Jesus und Du kriegst wieder etwas zu essen.
Na gut. Jetzt also: Bekenn Dich zum Wunschgeschlecht Deines Gegenübers und Du ... darfst Dein Job behalten? ... Dein Geld behalten? ... Dein gesellschaftliches Ansehen behalten?
…
Es gibt einen Punkt, den ich der Trans-Seite zugestehe:
Insofern ich den (gewaltsamen) Griff in meinen Kopf ablehne, lehne ich es auch ab, selbst (gewaltsam) in andere Köpfe hinein zu greifen. Und ich kann verstehen, dass man sogar das bloße, gesprochene Wort als eine Art "Mikroaggression" empfinden kann. Die bloße daher-gesprochene Prosa, die kaum mehr Alltagsurteilskraft für sich beansprucht als ein Smalltalk-Gespräch, kann als Mikroaggression empfunden werden.
Sogar philosophisch/psychologisch hat mal jemand eine Verbindung zwischen Aggression und Kreativität hergestellt. Immer wenn etwas aus der Tiefe nach Außen bricht, sei auch Aggression beteiligt. Ich weiß nicht, ob das stimmt.
Und wie verhält sich die Aggression zur (gesunden) Selbst-Behauptung? Ist Kreativität auch eine Art Selbst-Behauptung?
Jedenfalls können sogar Photonen ziemlich aggressiv sein. Sie sind eben nur recht klein gestückelt. Aber zuviel davon und man fängt an zu brennen.
…
Das maximale Zugeständnis bleibt für mich: Ich kann darauf verzichten, die Geschlechtlichkeit überhaupt zu thematisieren, auch nicht indirekt und vielleicht ungewollt durch tradierte Anrede-Formen. Dann müssen wir eben geschlechtslose Anrede-Formen erfinden (zB "Person"). Aber die Wunschrealität des anderen mittragen zu müssen -- das halte ich eben auch für: unzumutbar.
Es reicht also nicht mehr -- das muss man vielleicht öfter wiederholen -- eine Trans-Person einfach zu akzeptieren, zu tolerieren oder willkommen zu heißen. Man muss ihre Version der Realität akzeptieren, weil alles andere für diese Person als unzumutbar gilt. Früher wäre eine solche Begründungsstruktur als Indikator betrachtet worden für eine eventuell hilfreiche psychiatrische, psychotherapeutische Behandlung. Aber nein. Bei Trans-Personen gilt dies also nicht mehr. Sie haben schlicht ein Recht auf ihre Wunschrealität und ihre Wunschpronomen. Sie haben ein Recht auf den gesamten öffentlichen Sprachraum als ihren Safe-Space. Die Empfindungen der Trans-Person werden schlicht zum Maß aller Dinge erklärt. Wenn sie sagt, dass etwas unzumutbar ist, dann ist dies unzumutbar. Punkt. (Bei Verhandlungen im Jobcenter, zB ob man eine Arbeit annehmen muss, wäre eine solche Verhandlungsposition etwas großartiges. Und ehrlich! Vielleicht kommt ja mal was Zumutbares...)
Nun gut. Dann ist all das eben der Indikator dafür, dass der komplette Mainstream eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung gebrauchen könnte.
Ich bleibe dabei: Der (gewaltsame) Griff hinein in den Kopf des anderen ist nicht richtig. Das (gewaltsame) Verbiegen von Bedeutungs- und Sprachzuordnungen ist an sich schon eine Art Sünde. Es ist etwas genuin Unanständiges, Veränderungen im Kopf eines anderen ERZWINGEN zu wollen.
Ich verstehe grundsätzlich aber auch, woher diese Unsensibilität kommt: Sie ist nämlich seit Jahrtausenden ein elendiger Teil unserer Kultur. Vor allem die Religionen haben die Saat von geistiger Gewalt in unser Sein geträufelt: Bekenn Dich zu Jesus oder brenn auf dem Scheiterhaufen. Bekenn Dich zu unserer Interpretation des Abendmahls und Du darfst leben. Bekenn Dich zu Jesus und Du kriegst wieder etwas zu essen.
Na gut. Jetzt also: Bekenn Dich zum Wunschgeschlecht Deines Gegenübers und Du ... darfst Dein Job behalten? ... Dein Geld behalten? ... Dein gesellschaftliches Ansehen behalten?
…
Es gibt einen Punkt, den ich der Trans-Seite zugestehe:
Insofern ich den (gewaltsamen) Griff in meinen Kopf ablehne, lehne ich es auch ab, selbst (gewaltsam) in andere Köpfe hinein zu greifen. Und ich kann verstehen, dass man sogar das bloße, gesprochene Wort als eine Art "Mikroaggression" empfinden kann. Die bloße daher-gesprochene Prosa, die kaum mehr Alltagsurteilskraft für sich beansprucht als ein Smalltalk-Gespräch, kann als Mikroaggression empfunden werden.
Sogar philosophisch/psychologisch hat mal jemand eine Verbindung zwischen Aggression und Kreativität hergestellt. Immer wenn etwas aus der Tiefe nach Außen bricht, sei auch Aggression beteiligt. Ich weiß nicht, ob das stimmt.
Und wie verhält sich die Aggression zur (gesunden) Selbst-Behauptung? Ist Kreativität auch eine Art Selbst-Behauptung?
Jedenfalls können sogar Photonen ziemlich aggressiv sein. Sie sind eben nur recht klein gestückelt. Aber zuviel davon und man fängt an zu brennen.
…
Das maximale Zugeständnis bleibt für mich: Ich kann darauf verzichten, die Geschlechtlichkeit überhaupt zu thematisieren, auch nicht indirekt und vielleicht ungewollt durch tradierte Anrede-Formen. Dann müssen wir eben geschlechtslose Anrede-Formen erfinden (zB "Person"). Aber die Wunschrealität des anderen mittragen zu müssen -- das halte ich eben auch für: unzumutbar.
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Samstag, 26. August 2023
gedankenmaler, 16:02h
"Es gilt das Prinzip, dass man sich freiwillig auf das Bestätigungsbedürfnis der Trans-Person zubewegen darf."
Eine Trans-Person würde mir hier möglicherweise erbost antworten:
"Wir wollen nur den gleichen Respekt, den auch jeder andere Mensch verdient hat und auch bekommt. Was Du da sagst, klingt nach einer Pathologisierung unserer in Wahrheit gesunden Bedürfnisse. Wir wollen keine Bestätigung irgend einer Fantasterei. Auch wenn es vielleicht oberflächlich betrachtet so aussehen mag. Wir wollen nur die Geltung als das was wir in unserer Seele sind. Die Seele hat dieses Recht."
Und damit wäre ich als Philosoph im Grunde schachmatt gesetzt. D.h. widerwillig überzeugt. Denn ich will und ich muss an die Seele glauben. Und ich glaube obendrein, dass sich das Thema der Geschlechtlichkeit bis in die Seele verwurzelt, vielleicht dort sogar entspringt -- und nicht der körperlichen Welt entspringt, sondern in der körperlichen Welt nur fortgesetzt und entsprochen wird --. Übrigens glaube ich dies auch deswegen, weil ich das Buch "Billy Fingers" gelesen habe. Dort spricht er auch von männlichen und weiblichen Seelen, und dass diese Eigenschaften noch auf den allerhöchsten Entwicklungsstufen der Seelen vorhanden sind. (Ich dachte früher immer, dass Seelen nicht mehr so viel Geschlecht an sich haben. Aber es scheint doch anders zu sein.)
Und meine Widerrufe "Meinungsfreiheit!" und "sprachliche Relativität und Uneindeutigkeit der Begriffe!" wären nicht vollständig entkräftet, aber doch irgendwie etwas schwach auf der Brust.
...
Also:
Gibt es jetzt ein Recht auf Bestätigung oder nicht?
Hier brechen jetzt die Lager auseinander. Die einen sagen: ja. Die anderen: nein.
Und die, die Ja sagen, würden hier nicht von "Bestätigung" reden, sondern von "Anerkennung", "Respekt". Sie würden auch davon reden, dass hier jemand "wahrheitsgemäß referenziert" wird.
Ein Grundproblem dabei: Die Seele ist in unserer materiellen, physischen Welt so überaus schwer sichtbar! Daher wird die Beurteilung dessen, was eine Person "wirklich" ist, von außen praktisch unmöglich, und man ist hier einer totalen Beliebigkeit ausgesetzt. Man kann es eigentlich nie nachprüfen, wenn plötzlich jemand behauptet "Ich bin ein Mann / eine Frau!".
Eine Trans-Person würde mir hier möglicherweise erbost antworten:
"Wir wollen nur den gleichen Respekt, den auch jeder andere Mensch verdient hat und auch bekommt. Was Du da sagst, klingt nach einer Pathologisierung unserer in Wahrheit gesunden Bedürfnisse. Wir wollen keine Bestätigung irgend einer Fantasterei. Auch wenn es vielleicht oberflächlich betrachtet so aussehen mag. Wir wollen nur die Geltung als das was wir in unserer Seele sind. Die Seele hat dieses Recht."
Und damit wäre ich als Philosoph im Grunde schachmatt gesetzt. D.h. widerwillig überzeugt. Denn ich will und ich muss an die Seele glauben. Und ich glaube obendrein, dass sich das Thema der Geschlechtlichkeit bis in die Seele verwurzelt, vielleicht dort sogar entspringt -- und nicht der körperlichen Welt entspringt, sondern in der körperlichen Welt nur fortgesetzt und entsprochen wird --. Übrigens glaube ich dies auch deswegen, weil ich das Buch "Billy Fingers" gelesen habe. Dort spricht er auch von männlichen und weiblichen Seelen, und dass diese Eigenschaften noch auf den allerhöchsten Entwicklungsstufen der Seelen vorhanden sind. (Ich dachte früher immer, dass Seelen nicht mehr so viel Geschlecht an sich haben. Aber es scheint doch anders zu sein.)
Und meine Widerrufe "Meinungsfreiheit!" und "sprachliche Relativität und Uneindeutigkeit der Begriffe!" wären nicht vollständig entkräftet, aber doch irgendwie etwas schwach auf der Brust.
...
Also:
Gibt es jetzt ein Recht auf Bestätigung oder nicht?
Hier brechen jetzt die Lager auseinander. Die einen sagen: ja. Die anderen: nein.
Und die, die Ja sagen, würden hier nicht von "Bestätigung" reden, sondern von "Anerkennung", "Respekt". Sie würden auch davon reden, dass hier jemand "wahrheitsgemäß referenziert" wird.
Ein Grundproblem dabei: Die Seele ist in unserer materiellen, physischen Welt so überaus schwer sichtbar! Daher wird die Beurteilung dessen, was eine Person "wirklich" ist, von außen praktisch unmöglich, und man ist hier einer totalen Beliebigkeit ausgesetzt. Man kann es eigentlich nie nachprüfen, wenn plötzlich jemand behauptet "Ich bin ein Mann / eine Frau!".
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