Samstag, 5. September 2026
 in: Journal

Morgen ist Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und ich weiß noch nicht so genau, auf was ich hoffen will: Eine Sitz-Mehrheit für die AfD oder doch nur ein sehr gutes Ergebnis ohne Sitz-Mehrheit.

Von ersterem würde ich mir lediglich versprechen, dass die AfD weiter normalisiert wird. Denn man würde die Erfahrung machen, dass die Welt nicht untergeht, nur weil die AfD an der Macht ist.

Das letztere hätte aber eine größere psychische Wirkung: Der Angstdruck ist größer, wenn die AfD nur eine dunkle Drohung am Horizont bleibt. NOCH hat es nicht gereicht, aber wenn es so weitergeht, dann wird es so kommen... Von diesem Angstdruck erhoffe ich mir eine korrigierende Wirkung auf die Politik der aktuellen Regierungen.



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Wahrheit, Vernunft und Interesse des Volkes brechen sich Bahn. Wenn nicht morgen, dann später.

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Da haben Sie aber eine schöne allgemeine Formulierung gewählt. Es klingt auch ein bißchen gläubig in meinen Ohren. Natürlich habe ich die gleiche Hoffnung. Die Demokratie möge aus ihrem dysfunktionalen Zustand herausfinden und sich wieder auf ihr Kerngeschäft besinnen: Den Mehrheitswillen umsetzen.

Spannend finde ich jetzt natürlich die Frage, inwieweit sie Wahrheit, Vernunft und Interesse mit der AfD verbinden. Ist die AfD für Sie inzwischen zu einer wählbaren Alternative geworden?

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Das haben auch Sie gut erkannt. In der Tat geht es mir nicht darum, die letzten hier verblie­benen Leser mit apo­dikti­schen Aussagen vor den Kopf zu stoßen. Ich verstehe durchaus, wie man statt Auswei­sung für Ent­eig­nung sein kann. Deshalb kommen mir keine unflä­tigen Wen­dungen und blöden Diffa­mie­rungen über die Tasta­tur. Auch für die gegen­wärtige Lage der Mensch­heit, insbeson­dere Deutsch­lands genügt mir ein wahr­haf­tiger und ver­nünf­tiger, wenn auch von persön­licher Anschau­ung getrüb­ter Blick auf mir darge­brachte Infor­mati­onen, unter denen sich leider auch Falsch­mel­dungen und viel Schwach­sinn befindet.

Ich könnte nun durchaus sagen, welche Parteien ich nach SPD, DKP und Linken bei den letzten Wahlen bevor­zugte, doch will ich es bei einer meta­politi­schen Erkennt­nis belas­sen: Es kommt immer wieder vor, daß ein Volk in zwei poli­tische Lager zer­fällt, von denen eines die Staats­macht auf seiner Seite weiß und mit Unflat und Über­grif­fen nicht spart. Es erfin­det dann gerne eine über­geord­nete große Gefahr, dies alles zu recht­ferigen. Die andere Seite muß vor­sich­tig sein, bis sie eines Tages erkennt, die größere, die mäch­tigere zu sein.

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