Mittwoch, 5. August 2020
Politisiertes Recht

4. August 2020

 

Hat sich bei den George-Floyd-Anti-Rassismus-Demos in Deutschland irgendwer über die fehlenden Masken und den fehlenden Abstand beschwert?

Ja, einige wenige. Ansonsten aber schreit einen die Doppelmoral des Mainstreams gerade ins Gesicht. Ich erlebe nun den dritten Tag in Folge eine Diskussion über die Anti-Corona-Demos. Ähnlich kritische Bemerkungen seitens der Medien und der Politiker über das Verhalten auf den Anti-Rassismus-Demos sind mir nicht bekannt, jedenfalls nicht in dieser Menge. Dabei gab es dort, soweit ich richtig informiert bin, auch ganz erhebliche Verstöße gegen den derzeit gebotenen Gesundheitsschutz.

https://twitter.com/RA_Conrad/status/1289938133027438592

https://twitter.com/lichtmesz/status/1290219910748975105

Auf Tichys Einblick wird schon von einer "Politisierung des Rechts" gesprochen:

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/neue-doppelmoral-unerwuenschte-und-erwuenschte-demonstrationen/

https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/gute-demos-schlechte-demos/

Ich meine, diese Doppelmoral wiegt schwer. So schwer, dass man die Demokratietreue dieses Mainstreams in Frage stellen kann. – – – Nur Mut, liebe Demokratiemuffel! Vor mir müsst Ihr Eure lauwarme Beziehung zur Demokratie nicht verstecken! Wir wissen doch alle, wie sehr Demokratie nerven kann; wenn die falschen Entscheidungen getroffen werden; oder wenn die falschen Leute wählen dürfen…

Doch wenn ich ehrlich bin, stelle ich zu allererst die geistige Reife des Mainstreams in Frage. Denn alles, was diese "Erwachsenen" brauchen, um ganz eklatant einseitig zu urteilen, ist ein klein wenig Sympathie – oder eben Antipathie – mit dem Kernanliegen der Demonstrierenden. Ein kleines bißchen Emotionen und schon ist alle hohe Geistigkeit den Bach runter und man verpasst die zumindest für Politiker und Journalisten gebotene Neutralität bzw. Objektivität, wenn es darum geht, die Legitimität und Zulässigkeit einer Demonstration zu beurteilen. Also stellt man sich in dem einen Fall (George Floyd) blind für Regelverstöße und in dem anderen redet man 3 Tage lang darüber. So eine infantile Einseitigkeit sollte einem wenigstens etwas peinlich sein.

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Sie sprechen noch von Demokratie?? lol

Leider ist das alles so gewollt und Corona ist nur Mittel zum Zweck.
Deutschland hat fertig.
LG

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Ich glaube (noch) nicht, dass man sich bewusst von der Demokratie lossagt.

Eher glaube ich, dass der Mensch ein Wesen ist, der über die eigenen Gedanken stolpert und aus sehr tiefen Verwirrungszuständen heraus agiert. Ein Wesen, das wirklich Angst hat vor den Dämonen, die andere an die Wand malen. Und dann kann es nicht anders, als mit allen Mitteln nach der Macht zu greifen. Dann schiebt man die Demokratie etwas zur Seite...

Dieses irrationale Wesen hat Jahrtausende lang Angst vor dem Teufel gehabt. Heute ist es z.B. die Angst vor "Rechts".

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Diese Verwirrungszustände müssen bei unseren Politikern ja äußerst ausgeprägt sein.

Und die "Eliten", die dahinter stecken, haben garantiert einen Pakt mit dem Teufel gemacht.

Ich finde es sehr schade, dass es mein altes Deutschland so nie mehr geben wird.

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Ich glaube nicht, dass die Eliten bewusst böse handeln. So, wie ich es ganz generell nicht glaube, dass Menschen bewusst böse sind. Das bewusst Böse ist unter allen Geistern (und Menschen) die ganz große Ausnahme. 99,9% sind eher fahrlässig im Umgang mit sich selbst und der Welt. Von mir aus grob fahrlässig, aber eben doch nicht vorsätzlich. (Diese juristischen Kategorien sind für mich Gold wert.) Und Brutalität beruht mehr auf Ignoranz. Eben, weil man nicht bewusst böse sein will, schiebt man sein Handeln ins Dunkle.

So viel zu dem "Pakt mit dem Teufel". Ich glaube, da ist nicht viel dran. Aber vielleicht war das ja mehr so dahingesagt von Ihnen.

Verwirrungszustände sind definitiv nicht auf Politiker beschränkt. Zu großem Teil ist das was ganz grundsätzlich Menschliches. Auch wir beide haben irgendwo unsere Verwirrtheit. Natürlich bin ich der Meinung – sonst würde ich diesen Blog hier nicht schreiben – dass dieser Mainstream aus Medien und Politikern und herrschenden Meinungen noch wesentlich verrückter ist als ich.

Die Aufgabe muss eben darin bestehen, diese Verrücktheiten zu heilen. Ich glaube, das geht mit Wissen, Licht, Vernunft, Wahrheitsliebe, Mut, Geduld und gutem Willen. Vielleicht braucht es auch etwas Sanftheit neben aller notwendigen Beharrlichkeit.



Ich finde es sehr schade, dass es mein altes Deutschland so nie mehr geben wird.

Ja, das ist erlaubt, so zu fühlen. Leider scheinen das sehr wenige zu wissen. Die Allermeisten würden dieses Gefühl abwerten. Naja... genau das ist eben eine der Verrücktheiten, die es zu heilen gilt. Diese linke Intoleranz setzt bereits bei den Gefühlen an. Vielleicht gilt das ja letztlich für alle Formen der Intoleranz.

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