Samstag, 19. September 2026
gedankenmaler, 16:58h
Michael Lüders heftet sich einen Sticker ans Jacket, bei dem Palästina Israel scheinbar vollständig verdrängt… 16:52 (Apollo News). Und Sarah Wagenknecht verteidigt ihn auch noch.
Ich bin ja grundsätzlich sehr offen für individuelle Kommunikationsstile. Ich versuche die Normierung von Sprache und Symbolen zu vermeiden, wo es nur geht. Es hat für mich einen faschistoiden Touch, Sprache zu normieren, wo es nicht unbedingt nötig ist. Allein schon deswegen, weil die Natur der Sprache eben so beschaffen ist, dass sie einen starken individuellen Pol hat. -- Doch es gibt Grenzfälle, bei denen ich die Interpretation eines durchschnittlichen Lesers ansetze, und nicht anders kann, als diese Quasi-Objektivität für verbindlich zu halten. Manchmal muss man eben wirklich darauf achten, was bei den anderen ankommt. Und wenn es nur Teile der Sprachgemeinschaft betrifft.
Ich kann mir dieses ziemlich fragwürdige Manöver nicht anders erklären, als dass das BSW auf Stimmenfang im propalästinensischen Lager geht.
Dass die israelische Regierung für ihre Kriegsführung und ihre "Landesverteidigung" schärfstens zu kritisieren ist, liegt für mich auf der Hand. Ich kann auch verstehen, dass man dafür Provokationen einsetzt. Aber diese Art von Provokation scheint mir zuviel Nebenwirkungen zu haben.
…
Ich plädiere für eine einfachere, klarere Definition von "Völkermord": Jede Massenabschlachtung, ob vorsätzlich oder fahrlässig, von Zivilisten, die mehr als 300 Opfer zählt.
Ich bin ja grundsätzlich sehr offen für individuelle Kommunikationsstile. Ich versuche die Normierung von Sprache und Symbolen zu vermeiden, wo es nur geht. Es hat für mich einen faschistoiden Touch, Sprache zu normieren, wo es nicht unbedingt nötig ist. Allein schon deswegen, weil die Natur der Sprache eben so beschaffen ist, dass sie einen starken individuellen Pol hat. -- Doch es gibt Grenzfälle, bei denen ich die Interpretation eines durchschnittlichen Lesers ansetze, und nicht anders kann, als diese Quasi-Objektivität für verbindlich zu halten. Manchmal muss man eben wirklich darauf achten, was bei den anderen ankommt. Und wenn es nur Teile der Sprachgemeinschaft betrifft.
Ich kann mir dieses ziemlich fragwürdige Manöver nicht anders erklären, als dass das BSW auf Stimmenfang im propalästinensischen Lager geht.
Dass die israelische Regierung für ihre Kriegsführung und ihre "Landesverteidigung" schärfstens zu kritisieren ist, liegt für mich auf der Hand. Ich kann auch verstehen, dass man dafür Provokationen einsetzt. Aber diese Art von Provokation scheint mir zuviel Nebenwirkungen zu haben.
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Ich plädiere für eine einfachere, klarere Definition von "Völkermord": Jede Massenabschlachtung, ob vorsätzlich oder fahrlässig, von Zivilisten, die mehr als 300 Opfer zählt.
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wuerg,
Samstag, 19. September 2026, 19:43
Ich akzeptiere, daß ein Islamwissenschaftler und ehemaliger Präsident der Deutsch-Arabischen-Gesellschaft sich den Interessen der Palästinenser derart verbunden fühlt, daß er in arabischer Sprache Wahlkampf betreibt und einen roten Melonen-Sticker am Revers trägt, der im Sinne von „from the river to the sea“ ganz Cis-Jordanien als palästinensisch sieht. Durch seinen direkten Bezug muß ich ihm auch abnehmen, daß er bei aller Ablehnung Israels kein Judenhasser ist.
Anderes muß ich bei Leuten vermuten, die aus weiter Ferne sich bemüßigt fühlen, im Konflikt recht kleiner Gruppen sehr emotional, begrifflich überhöht und künstlerisch wertlos meinen, sich israelfeindlich hervorzutun, dabei von Antizionismus statt Antisemitismus faseln. Was ist ihr Interesse? Eher letzteres. Daß ihnen ein Begriff wie Zionismus so geläufig ist, ja überhaupt existiert, entlarvt sie.
Ich hatte bereits das Interview mit Frau Wagenknecht bei Apollo News gesehen und fand es nicht so schön, daß Herr Mannhart penetrant auf diesem Sticker herumritt, ähnlich der anderen Seite, die immer Stellungnahmen zu Herrn Höcke fordert. Frau Wagenknecht hätte nicht herumeiern und die Sprachregelung der AfD übernehmen sollen: Da müssen Sie Herrn Höcke persönlich fragen!
Anderes muß ich bei Leuten vermuten, die aus weiter Ferne sich bemüßigt fühlen, im Konflikt recht kleiner Gruppen sehr emotional, begrifflich überhöht und künstlerisch wertlos meinen, sich israelfeindlich hervorzutun, dabei von Antizionismus statt Antisemitismus faseln. Was ist ihr Interesse? Eher letzteres. Daß ihnen ein Begriff wie Zionismus so geläufig ist, ja überhaupt existiert, entlarvt sie.
Ich hatte bereits das Interview mit Frau Wagenknecht bei Apollo News gesehen und fand es nicht so schön, daß Herr Mannhart penetrant auf diesem Sticker herumritt, ähnlich der anderen Seite, die immer Stellungnahmen zu Herrn Höcke fordert. Frau Wagenknecht hätte nicht herumeiern und die Sprachregelung der AfD übernehmen sollen: Da müssen Sie Herrn Höcke persönlich fragen!
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gedankenmaler,
Samstag, 19. September 2026, 23:01
Mir ist lieber, die Stimmen vieler Judenhasser landen beim BSW als bei der Linkspartei. Und da Michael Lüders sich sonst ja eher als differenzierter Denker hervortut, können die bei ihm vielleicht sogar noch was lernen; sich vielleicht sogar bessern.
Er selbst ist ganz bestimmt kein Judenhasser. Das sagt mir meine Menschenkenntnis.
Ja, Max Mannhart war etwas zu penetrant. Auch er hat die Unsitte drauf, sein Gegenüber live im Interview zur Einsicht eines Fehlers bekehren zu wollen. Das lassen die wenigsten Menschen mit sich machen.
Er selbst ist ganz bestimmt kein Judenhasser. Das sagt mir meine Menschenkenntnis.
Ja, Max Mannhart war etwas zu penetrant. Auch er hat die Unsitte drauf, sein Gegenüber live im Interview zur Einsicht eines Fehlers bekehren zu wollen. Das lassen die wenigsten Menschen mit sich machen.
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