Es steckt hier ein anderer Gedanke dahinter, und dieser ist grob gesprochen, in etwa so: "Ja, was die [Juden] machen, ist Krieg. Ja, da sterben Menschen. Ja, da sind auch Frauen und Kinder darunter. Ja, das ist wahrlich nicht schön. Ja, da spritzt das Blut. -- Aber die haben das Recht dazu."
Es ist halt alles im Leben ein Abwägungsprozess und wo gehobelt wird, da fallen eben auch Späne. Shit happens! Manchmal eben auch auf der Makro-Ebene. Actio und Reactio. Hier wirken praktisch nur Naturgesetze. Das ist alles unvermeidbar. Das ist alles notwendig.
"Wer Wind säht, wird Sturm ernten." Michael Wolffsohn
Alternativlos.
…
Also, nochmal zum Mitschreiben:
Menschenrechtsverletzungen auf der einen Seite rechtfertigen Menschenrechtsverletzungen auf der anderen.
"Nein! Das doch nicht! Menschenrechtsverletzungen sind niemals zu rechtfertigen!"
"So meinen wir das doch nicht!"
"Aber man muss eben auch sehen: Die Hamas hat diesen Krieg angefangen!"
Ihr meint es doch genau so.
Und das ist ok.
Das ist ein Standpunkt, den man vielleicht haben kann:
Menschenrechtsverletzungen auf der einen Seite rechtfertigen Menschenrechtsverletzungen auf der anderen.
Das bedeutet auch: Bejahung von Kollektivstrafen. Bejahung von Sippenhaftung.
…
Wann kann man sich auf ein "Selbstverteidigungsrecht" berufen?
Welches Handeln entspricht der Idee der "Selbstverteidigung"?
Wenn ein Mensch mit einer Axt auf mich zurennt, dann darf ich ihm sicher in den Bauch schießen. Keine Frage. -- Ich bin mir aber etwas unsicher, ob man dieses "Schema" so 1:1 auf das israelische Handeln übertragen kann.
Natürlich weiß ich nichts von den konkreten Handlungsweisen vor Ort. Es ist nur so: Mir klingen die Rechtfertigungslogiken etwas schräg in den Ohren. Und die zivilen Opferzahlen liegen nun so hoch, dass man ins Stutzen kommt.
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https://youtu.be/GSCkFyFZlPE?si=lyj_Q8wgkpa7R7dc&t=523
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Ich habe zwar ein ziemlich gutes Gefühl, dass das nicht passieren wird. Aber so 100%ig sicher kann man sich nie sein. Wer "rechts" denkt, oder für "Rechte" nur viel Verständnis äußert, der ist in dieser Zeit nie so ganz sicher.
Diese Normalisierung von Zensur und Unterdrückung (Zensur ist ein Mittel der Unterdrückung), wie man sie als Rechter in den letzten Jahren erlebt hat, gehört zu den Dingen, die wir unbedingt überwinden sollten. Es muss wieder das Bewusstsein dafür her, dass Zensur und Unterdrückung unfein sind. Man tut so etwas nicht. Es ist pfui.
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Ich finde nicht, dass Will Smith notwendigerweise "falsch" gehandelt hat. Ich tendiere eher zu dem Urteil, dass er ein gutes Händchen bewiesen hat. Schließlich hat er Chris Rock keinen Zahn ausgeschlagen. Er hat ihm nur einen Satz warme Ohren mitgegeben und das ist aus meiner Sicht völlig im grünen Bereich. Zumal der Grund absolut verständlich ist.
Ich habe es schonmal gesagt: Auf manch einem Schulhof geht es schlimmer zu. Dort gibt es teilweise moralisch völlig desorientierte Kinder, die glauben, dass sie krasse, brutale Gangster sein müssen, ohne jede Gnade und Taktgefühl. Für solche Kinder wäre Will Smith ein gutes Lehrbeispiel. So sollt ihr sein! Ein großes Maß an Selbstbeherrschung haben! Ein strengen Ehrenkodex befolgen! Und wenn einem trotzdem mal "die Hand ausrutscht", dann sehr maßvoll, so wenig wie möglich, und niemals so, dass man seinem Gegenüber dauerhafte Verletzungen zufügt.
Dass Will Smith jetzt die gleiche, weichgespülte Leier von einer Welt aus "love and kindness" auspackt, ist für mich dann eher eine Enttäuschung. Das ist wieder dieses simplifzierte Schwarz-Weiß-Denken in Bezug auf menschliche Emotionen: Es gibt nur Liebe und Hass. Liebe ist gut. Hass ist böse. Und jedes Milligramm Aggression ist dem Hass zuzurechnen.
Mit anderen Worten: Die ganze Welt ist viel zu deutsch. Viel zu roboterhaft. Viel zu emotionsbehindert.
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https://www.tagesschau.de/inland/meldung133132~amp.html
Ich bin neugierig, ob diese Corona-Pandemie dazu führt, dass ein paar alte Prinzipien geschliffen werden. Ob man sogar das Dogma von der "Unverfügbarkeit" (Heiligkeit) des individuellen Lebens über Bord wirft?
Sollte der Staat nämlich eine allgemeine Impfpflicht beschließen, wird dies nach dem "Gesetz der großen Zahlen" nämlich unweigerlich dazu führen, dass diese Maßnahme auch das ein oder andere Todesopfer fordert. Und dann ist die einzig mögliche Legitimationsbegründung für dieses staatliche Handeln eben der zahlenmäßige Vergleich mit den Todesopfern und sonstigen Opfern, die ohne Impfpflicht fällig wären. Und damit wäre all das Gerede von der "Unverfügbarkeit" des individuellen Lebens ja schon in die Tonne getreten. Dann könnte man auch sagen: "Ein Flugzeug voller unschuldiger Passagiere abschießen, um ein größeres Übel zu verhindern? Na klar! Was denn sonst! Das ist nicht nur erlaubt. Das ist geboten!"
Ich fände das noch nichtmal schlimm. Ich fände es auch nicht unbedingt gut. Ich stehe dem fast leidenschaftslos gegenüber. Für mich wäre das wesentliche Schauspiel an dem Ganzen der Eiertanz, den Menschen immer um ihre geliebten Prinzipien machen. Diese Prinzipien sind ja doch immer nur: Dogmen. Und Dogmen sind tot. Das Handeln des Menschen dagegen ist immer lebendig, muss lebendig sein. Solange der Mensch "in guter Absicht" und "in gutem Willen" handelt, ist aus meiner Sicht alles gut und es gibt keinen Anlass, sich vor einer moralischen Apokalypse zu fürchten. Prinzipien zur Selbstregulation können kommen und gehen.
Ich habe mal an einer Psychologie-Vorlesung teilgenommen, bei der ein Professor von ein paar interessanten Experimenten zum Thema "Gewissen" berichtete. Die Menschen wurden mit Entscheidungsszenarien konfrontiert, während man ihre Gehirnaktivität beobachtete:
Szenario 1: Ein Zug rast auf eine Weiche zu, die auf links gestellt ist. Auf diesem Gleis liegen fünf Menschen, die sicher zu Tode kommen würden. Auf dem rechten Gleis liegt nur ein Mensch. Man selbst steht an der Weiche und muss entscheiden. Stellt man die Weiche um oder nicht?
Szenario 2: Ein Zug rast auf eine Gruppe von Menschen zu, die sicher zu Tode kommen würden. Die einzige Möglichkeit, dies zu verhindern, ist, einen sehr dicken Menschen auf die Gleise zu schupsen, sodass der Zug entgleist.
Das Ergebnis der Gehirnscans war, dass diese beiden Szenarien ziemlich unterschiedliche Gehirnzonen triggern. Das finde ich einerseits erstaunlich, weil diese Szenarien im Grunde ja völlig äquivalent sind. Und andererseits ist es überhaupt nicht erstaunlich, denn es zeigt auf, dass wir Menschen höchst irrationale Wesen sind.
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Etikettiert als "Todesautomatismus" ohne jeden Anspruch auf Rache oder Strafe, ja noch nichtmal mit einem Anspruch auf Gerechtigkeit, könnte man so etwas Ähnliches wie eine Todesstrafe doch einrichten. Warum nicht.
Allerdings denke ich nicht wirklich so. Vielleicht ein kleines bißchen, aber niemals entscheidend. Im Wesentlichen bleibt meine fundamentale "Beißhemmung" der dominante Faktor und ich sage als absoluter Idealist: Eine Todesstrafe sollte eigentlich daran scheitern, dass sich kein Henker und auch kein Soldat findet, der die Todesstrafe oder den "Todesautomatismus" verwirklicht.
Auf der anderen Seite aber bleibt ein gutes Argument: Man muss unbedingt auch die Frage stellen, ob es denn so viel "menschlicher" ist, einen Menschen anstatt einer Todesstrafe für den Rest seines Lebens hinter Gitter zu sperren. Einem Menschen nicht das Leben nehmen zu wollen, impliziert für mich eigentlich auch, dass ich das ebenfalls nicht darf. Denn ich nehme einem Menschen das Leben, wenn ich ihn für immer hinter Gitter sperre. – Ich fordere mindestens, dass ein jedes Individuum hier das Recht auf ein eigenes Urteil hat; denn es geht hier ja auch um das eigene Leben.
Es muss in der Konsequenz darauf hinauslaufen, dass der Staat den Tod nicht als Todesstrafe oder Todesautomatismus anbietet, sondern als ein Angebot an jeden, der gerade eine "Freiheitsstrafe" abzusitzen hat. Erst so, in dieser Gesamtkonstellation, gelingt es mir, die heutige Form des Strafens als eine sublimierte und humanisierte Form zu schätzen: Das physische Leben nicht nehmen, aber so massiv einschränken, dass automatisch Leidensdruck entsteht. Hier den Tod als Notausgang wenigstens zuzulassen, ist etwas, das viele Menschen als menschlich begreifen. Ich gehöre zu diesen vielen. Es ist ein Akt der Menschlichkeit, den Tod zuzulassen.
Ansonsten sollte auch gelten, dass auch die Existenz in einem Gefängnis grundsätzlich noch Möglichkeiten bietet, wenigstens im Geiste ein erfülltes Leben zu leben.
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Ich sag Ja zu Stacheldraht.
Ich sag Ja zu Tränengas.
Ich sag Ja zu Pushbacks.
Ich sag Ja zu Abgrenzung und Abschottung.
Ich sag Ja zu Abschiebung.
Ich sag Ja, wenn mir ein Land durch Worte und Taten signalisiert, dass ich nicht willkommen bin.
Ich sag Ja zur Umwandlung des Asylrechts in ein Gnadenrecht.
Ich sag Ja zu Soforthilfe und Resettlement nach Deutschland für notleidende Kinder in griechischen Lagern.
Ich sag Ja zu einer Seenotrettung im Mittelmeer, die die (Flüchtlings)Migranten zurück nach Afrika bringt.
Ich sag Ja zum Abschießen von vollbesetzten Passagiermaschinen, sofern durch terroristische Aktivität sonst Schlimmeres droht.
Ich sag Ja zur Abschiebung von Körperverletzern, Vergewaltigern und Mördern ohne jede Rücksicht auf ihr Wohlergehen in ihrem Herkunftsland.
Ich sag Ja dazu, Schwerverbrecher auf einer einsamen Insel auszusetzen und sie sich selbst zu überlassen.
– Sage ich Ja dazu, dass wir Straftäter in Gefängnissen einsperren? –
Ich sag passiv Ja* zur Ignoranz, wenn ich an einem Obdachlosen / Menschen in Not vorbei gehe.
Ich sag passiv Ja* zur Abtreibung von (schwer) behinderten Kindern.
Ich sag passiv Ja* zu Abtreibung überhaupt.
Ich sag passiv Ja* zum Töten und Essen von Tieren.
(*: Ich sage nicht laut Nein. Ich drücke mich.)
Ich sag Ja zur globalen Hilfe vor Ort für notleidende Menschen.
Ich sag Ja zu mehr effektiven Altruismus mit deutschem Steuergeld.
Ich sag Ja zu einem gesunden nationalen Egoismus.
Ich sag Ja zur globalen Menschheitsfamilie.
Ich sag Ja zur Einheit allen Lebens.
Ich sag Ja zu FairTrade.
Ich sag Ja zu Klimaschutz, Umweltschutz und Tierschutz.
Ich sag Ja zu den (Kern-)Menschenrechten.
Ich sag Ja zur Meinungsfreiheit.
Ich sag Ja zur Demokratie.
Ich sag Ja zu volksbezogener Selbstbestimmung.
Ich sag Ja zu einem kollektiven, nationalen "Wir".
Ich sag Ja zu den Völkern dieser Erde. Ich bejahe ihr Typisches oder Multi-Typisches.
Ich sag eingeschränkt Ja zur Bevölkerungsaustausch- oder Umvolkungs-Logik der Stramm-Rechten.
Ich habe Verständnis für Überfremdungsgefühle.
Ich sag Ja zu ein bißchen Nationalismus.
Ich sag Ja zu ein bißchen Kollektivismus.
Ich sag Ja zu sehr viel Individualismus.
Ich sag Ja zu einer absoluten, außermoralischen Identifikationsfreiheit für das Individuum.
Ich sag Ja zu ein bißchen Rassismus.
Ich sag Ja zu ein bißchen Typismus.
Ich sag Ja zu ein bißchen Diskriminierung.
Ich sag Ja zu punktuellen Nicht-Diskriminierungs-Gesetzen.
Ich sag Ja zu einem sparsamen Gebrauch von Frauenquoten oder Männerquoten.
Ich sag Ja zur "Herdprämie" (Betreuungsgeld).
Ich sag Ja zu Stereotypen.
Ich sag ganz ausdrücklich Ja zu Menschen, die aus der Reihe tanzen.
Ich sag Ja zu ein bißchen Multikulti.
Ich sag Ja zu kultureller Bereicherung, wenn sie denn wahrhaft empfunden wird.
Ich sag Ja zu Einwanderern, die sich unter Deutsche mischen wollen.
Ich sag Ja zu Mischehen.
Ich sag Ja zu Mischvölkern, sofern sie in gegenseitiger Liebe entstehen.
Ich sag Ja zur Toleranz.
Ich sag Ja zu Mit-Linken-Reden.
Ich sag Ja zu Mit-Rechten-Reden.
Ich sag Ja zu Mit-Georg-Restle-Reden.
Ich sag Ja zu Mit-Martin-Sellner-Reden.
Ich sag überwiegend Ja zur AfD als legitime, politische Interessenvertretung.
Ich sag überwiegend Ja zur Linken als legitime, politische Interessenvertretung.
Ich sag Ja zu Gaucks Forderung, den Begriff "Rechts" zu "entgiften".
Ich sag eingeschränkt Ja zu Gauland und Höcke.
Ich sag eingeschränkt Ja zu Habeck und Lindner.
Ich sag eingeschränkt Ja zu Kipping und Ramelow.
Ich sag eingeschränkt Ja zu Jesus Christus.
Ich sag eingeschränkt Ja zu Gottes Schöpfung, zu Mutter Natur und ihrer oft rücksichtslosen, grausamen Brutalität.
Ich sag Ja zum Hass.
Ich sag Ja zur Liebe.
Ich sag Ja zum Diesseits.
Ich sag Ja zum Jenseits.
Ich sag Ja zur ersten Hilfe und Ja zur letzten Hilfe (Sterbehilfe).
Ich sag Ja zu einem vernünftigen Begriff von Ehre.
Ich sag Nein zu einem unvernünftigen Begriff von Ehre.
Ich sag Ja zum Kriterium der Ähnlichkeit als Entscheidungsgrundlage für kulturelle Mischvolk-Experimente.
Ich sag Nein zu einem Türkei-EU-Beitritt, selbst wenn es ein vorbildliches, demokratisches Land wäre.
Ich sag Nein zu Ideologen, Prinzipienreitern und mentalfixierten Glaubenshornochsen.
Ich sag Nein zum Glaubensglauben als Aberglauben.
Ich sag überwiegend Nein zu den Glaubensreligionen auf diesem Planeten. Ich sag überwiegend Nein zu Scientology, überwiegend Nein zum Großkirchen-Christentum und überwiegend Nein zum Islam.
Ich sag Ja zur Aufklärung.
Ich sag Nein zur deutschen Feigheit und Schüchternheit, zur deutschen Depression, zur deutschen Selbst-Verneinung, manchmal auch "deutscher Selbsthass" genannt.
Ich sag Nein zur deutschen Dummheit, Trägheit und Wehrlosigkeit.
Ich sag Nein zur negativen Selbst-Diskriminierung der Deutschen.
Ich sag Nein zu dieser billigen Hitler-Nazideutschland-Auschwitz-Neurose.
Ich sag Nein zu inflationärem und würdelosen Da-ist-ein-Nazi-Geschrei.
Ich sag Nein zu der geringen Hemmschwelle heutzutage, jemanden Faschist zu nennen und damit vogelfrei zu machen.
Ich sag Nein zu weiteren Gedenk-"Stolpersteinen" in Deutschland, denn sie fügen dem öffentlichen Raum eine Friedhofsatmosphäre zu, die ich nicht mag.
Ich sag Ja zu einem tiefgründigen Durchdenken menschlicher Irrwege wie dem Holocaust.
Ich sag Nein zu diesem manischen, dysfunktionalen, heuchlerischen, völlig inkonsequenten Doppel- und Dreifach-Moralismus der Mainstream-Öffentlichkeit.
Ich sag Nein zum Herdentrieb im Menschen.
Ich sag Nein zur menschlichen Schwäche, sofern sie auf Faulheit und Bequemlichkeit basiert.
Ich sag Nein dazu, sich immer nur auf das Schlechteste in seinen Mitmenschen zu konzentrieren.
Ich sag Nein zur gesellschaftlichen Hetzjagd auf die AfD.
Ich sag Nein zu rassistischen Hetzjagden.
Ich sag Nein zu Germany's Next Topmodel.
Ich sag Nein zu Mord- und Totschlag in Deutschland.
Ich sag noch ein bißchen lauter Nein, wenn Mord- und Totschlag von denen ausgeht, denen wir eigentlich helfen wollten und halfen.
Ich sag Nein zu Zwangsehen.
Ich sag Nein zu Zwangsmultikulturalisierung.
Ich sag Nein zum Mainstream-Populismus, der so tut als sei er nicht populistisch.
Ich sag Nein zur weitgehenden, inhaltlichen Gleichförmigkeit der GEZ- und Mainstream-Medien.
Ich sag Nein zur linken Intoleranz.
Ich sag Nein zur rechten Intoleranz.
Ich sag Nein zu Migration, die ausschließlich auf materiellen Motiven fußt.
Ich sag Nein zu den Zuständen in den griechischen Flüchtlingslagern.
Ich sag Nein zu dem Zustand, dass es Menschen gibt, die hungern.
Ich sag Nein zu dem Zustand, dass all das Elend in der Welt nicht unmittelbar von denen behoben wird, die in unglaublichem Überfluss leben.
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Die Sache mit der Meinungsfreiheit, das Ideal "Meinungsfreiheit gilt auch für falsche Meinungen", wird hart auf die Probe gestellt in Anbetracht des Standpunktes, dass Homosexualiät eine Krankheit sei.
Ich gehöre ja zu denen, die auch dies noch als Meinung akzeptieren wollen, obwohl ich ehrlich davon überzeugt bin, dass sie schlicht falsch ist, und obwohl ich mir darüber bewusst bin, dass sie Homosexuellen Schaden zufügen kann. Meine Überzeugung ist übrigens wirklich lebendig in mir und nicht nur "gelernt", artig vom P.C. Mainstream kopiert, wie es wohl die meisten brav moralischen Herdentiere unserer Zeit machen. Ich habe diese Wahrheit "geistig-körperlich geschaut", denn ich habe ein Talent dazu. Vielleicht ist das eine Bi-Neigung in mir, vor allem aber jede Menge Offenheit und Neugier. Ich habe mit schwulen Männern zusammen gesessen und habe spontan ihre "Energiekonfiguration" übernommen (zwei Mal bisher), und da "verstand" ich es plötzlich (d.h. ich war in dem Moment schwul). Der zwischenmenschliche Magnetismus, die "Chemie" zwischen Menschen, ist anscheinend von der Einstellung des "Astralkörpers" oder sowas abhängig. Der Homosexuelle ist hier schlicht anders eingestellt. Das deckt sich auch mit der Selbst-Wahrnehmung eines schwulen Buddhisten, mit dem ich früher regelmäßig zu tun hatte. Er sagte von sich, er sei hier einfach "anders gelagert".
So verstehe ich also beide Seiten gewissermaßen aus der Innenperspektive: Den Hetero, der nicht selten eine Tendenz dazu hat, von Homosexualität angewidert zu sein und darin etwas "Unnatürliches" sucht, der davon zumindest irritiert ist. Und ich verstehe den Homo, der ganz gewiss nicht "unnatürlich" ist, und in keiner Weise "pervers" oder "entartet" oder "abartig". Er ist nur "anders gelagert" und diese andere Erlebniswelt hat durchaus was für sich. Diese andere Einstellung hat mich durchaus fasziniert, auch wenn ich nicht weit und nicht lange mit ihr gegangen bin. (Meine Erfahrung blieb rein geistig; ich habe bisher keine schwulen Handlungen durchgeführt und war noch hetero genug, um in den Momenten der "Schau" auch ein bißchen Angst davor zu haben, jetzt vielleicht für immer schwul werden zu können.)
Argumentativ könnte man dem "Homophoben", der von der Homosexualität als Krankheit überzeugt ist, entgegensetzen, dass er das Homo-Sein noch gar nicht erlebt hat: Wie kann er es beurteilen? Eine Grippe kennt jeder und auch die körperlichen Mißempfindungen, die damit verbunden sind. So kann jeder über Grippe mitreden und ihren Krankheitswert bezeugen. Aber wie kann man etwas Krankheit nennen, bei dem andere einem von Freude, Verzückung und Anziehung berichten? Es ist eben doch eher ein kleingeistiger, faschistoider Gleichschaltungs- und Konformismustrieb, zusammen mit der "natürlichen Irritation" des Heteros, der hier den Homo korrigieren möchte. Oder es liegt zuvorderst an dieser "natürlichen Irritation" des Heteros, teilweise einfach an der Kraft des Ekels, die ihn hier so antreibt, bis hin zur Festlegung, das sei eine Krankheit.
Leben und leben lassen. Auch die Heteros können nichts für ihre Irritation, so wie Homos nichts für ihre Homosexualität können. Es ist jeweils nur ein Folgeprodukt ihrer "Energiekonfiguration". Vielleicht würde es ein bißchen helfen, wenn man nicht ständig von "Sexualität" redet. Meiner Meinung nach ist das zentrale Phänomen hier nicht Sexualität, die ist nur ein nachrangiges Detail, sondern "Magnetismus". Dieses doch sehr wunderliche Phänomen, dass man sich zu manchen Menschen(typen) hingezogen fühlt. Das ist doch zuerst mal: interessant. Vor allem, wenn man es noch allgemeiner betrachtet, in Bezug auf jede mögliche Art von "Magnetismus" (Sympathie, Chemie) zwischen Menschen. Welche Kräfte und Triebe führen uns da genau zusammen oder eben nicht und im Gegenteil? (Welche Rolle spielt z.B. Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit?) Ein Mehr an Toleranz wird vielleicht vor allem dadurch erreicht, dass man mal etwas tiefer über diese Phänomene nachdenkt? Die bloße Forderung nach "Toleranz", die auch schnell mal den reflexhaften Ekel des Heteros verurteilt, scheint mir nicht wirksam genug zu sein. Sie hat keine Tiefenwirkung, sie unterdrückt nur die Intoleranz auf der Oberfläche. Das ist zwar auch schon ein Erfolg, wenn man so will, aber kein besonders großer.
…
Jens Spahn möchte Konversionstherapien verbieten lassen. – Ich tue mich trotz aller Überzeugung, dass Homos nicht "krank" sind, sehr schwer mit so einem Verbot. Denn es ist ein Verbot, dass eine weltanschauliche Position quasi als verbindlich setzt. Darüber hinaus habe nicht nur ich die Erfahrung gemacht, dass die sogenannte "sexuelle Orientierung" durchaus änderbar ist. Ein schwuler Mann hat im Radio auch schonmal davon berichtet, dass diese Konversionstherapien bei einigen durchaus funktionieren, nur "wird davon in der Regel nichts in den Medien erzählt", aus offensichtlichen Gründen. Am Ende wird sich nur der Name solcher "Therapieangebote" ändern. Man wird sie nicht ganz aus der Welt schaffen können. Vielleicht wäre es sinnvoller, eine Art Beratungspflicht anzuordnen, sodass Homos sich vorher von einer Stelle beraten lassen, die sie nicht mit irgendwelchen mittelalterlichen, konformistischen Vorstellungen bedrängt.
…
Oben bin ich davon ausgegangen, dass Heteros im allgemeinen eine Tendenz haben, bezüglich Homosexualität Irritation zu empfinden, häufig auch Ekel. Möchte mir hier jemand widersprechen?
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Von dort zog sich Jesus in das Gebiet von Tyrus und Sidon zurück.
Da kam eine kanaanäische Frau aus jener Gegend zu ihm und rief: Hab Erbarmen mit mir, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter wird von einem Dämon gequält.
Jesus aber gab ihr keine Antwort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Befrei sie (von ihrer Sorge), denn sie schreit hinter uns her.
Er antwortete: Ich bin nur zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel gesandt.
Doch die Frau kam, fiel vor ihm nieder und sagte: Herr, hilf mir!
Er erwiderte: Es ist nicht recht, das Brot den Kindern wegzunehmen und den Hunden vorzuwerfen.
Da entgegnete sie: Ja, du hast recht, Herr! Aber selbst die Hunde bekommen von den Brotresten, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
Darauf antwortete ihr Jesus: Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen. Und von dieser Stunde an war ihre Tochter geheilt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kanaan
Auch, wenn die völkische Gesinnung hier gleich wieder überwunden worden scheint, weil sich Jesus letztlich doch erbarmen lässt. Sie wird nicht grundsätzlich überwunden. Sie wird in dem speziellem Moment nur ausgestochen von einem anderen Ideal. Jesus macht hier keine Kehrtwende zu den Werten der Political Correctness und den Menschenrechten nach heutigem Verständnis.
Aber wollen wir es dem lieben Jesus mal nicht nachtragen. Schließlich kam auch uns das Bewusstsein von den heiligen Menschenrechten erst ca. 2000 Jahre später. Der "Sohn Gottes" kann nichts dafür. Und wahrscheinlich hat selbst Gott die Menschenrechte erst mit unserer Hilfe entdeckt. Wir sind der Segen.
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"Deutschland ist ein Einwanderungsland." – Dies ist kein normaler Satz. Dies ist ein Satz, mit dem man sich Zugang zur besseren Gesellschaft verschafft. Er ist eine Bekenntnisübung, Bekenntnisbezeugung, ein Signal der Zugehörigkeit, ein Signal der "Humanität", der höheren Moral, des guten Willens. So will es der Mainstream.
Es geht hier nicht um eine nüchterne Tatsachenbeschreibung. Gemeint ist immer: "Deutschland soll ein Einwanderungsland sein." Und dies sitzt so tief, dass man so tut, als sei es eine unverrückbare Tatsache, ein tiefer Aspekt der Realität, der überhaupt gar nicht zu ändern ist. Daher lässt man das "soll" weg. Als gehe es hier um etwas, das nicht mehr der freien, demokratischen Realitätsgestaltung und dem freien, menschlichen Willen unterliegt. Anscheinend hängt der Mensch bei diesem Thema dem Glauben an, dass es hier um etwas ganz Gewaltiges geht, um eine Entscheidung von so gewaltiger, moralischer Dimension, dass man sich dem Thema gar nicht mehr pragmatisch nähern darf.
Ein Pragmatiker würde an die Sache einfach so herangehen: "Lasst uns doch jedes Jahr von neuem darüber entscheiden, ob (und in welchem Maße und in welcher Weise) wir ein Einwanderungsland sind." Und ihm wäre auch ein Wechsel zwischen den beiden "Gegensätzen" (–) möglich: Das eine Jahr ein Einwanderungsland, das andere Jahr mal kein Einwanderungsland. Vielleicht auch mal ein ganzes Jahrzent von dem einen, dann ein ganzes Jahrzent von dem anderen.
Selbst hauptberufliche Befürworter der Multikulti-Idee geben offen zu, dass es mit der "weiteren Vervielfältigung von Vielfalt" (Özoguz) nicht eine so ganz einfache Sache ist. Und dass es, neben Erfolgen, häufig auch Defizite bei der "Integration" gibt, eben weil sie eine Herausforderung ist (für alle Seiten). – Wäre es daher nicht gut, sich mal eine Pause zu geben, wenigstens geben zu können, gerade wenn man merkt, die Integrationserfolge sind doch recht bescheiden? Haben wir die Türken-Zuwanderung schon gut genug verdaut? (Haben sie uns verdaut?) Sind unsere Neu-Bürger welcher Abstammung auch immer gut integriert und beobachten wir in der Breite eine gesunde Multikulti-Gesellschaft, frei von Diskriminierung und Parallelgesellschaften? – Es ist dabei vollkommen egal, wer an mangelnder Integration schuld ist, ob es "wir Deutschen" sind oder "die anderen". Der Mißstand ist als solcher Grund genug, um auf die Bremse zu treten. Denn der Mißstand ist nicht nur lästig. Er tut mitunter auch richtig weh, mit Opfern auf beiden Seiten. Und selbst eine beständige, untergründig schwelende Frustration ist schlimm genug. Auch ein "mildes" Leiden ist ein Leiden. Wer eine 100kg-Hantel nicht stemmen kann, sollte sich nicht 110kg zumuten. Wieso sollte es nicht möglich sein, nach diesem Prinzip zu handeln?
Vielsagend ist der folgende Ausschnitt aus "hart aber fair" aus dem Jahre 2014. Hier hat mir die AfD noch wesentlich besser gefallen. Bernd Lucke war noch mit an Bord. Die Flüchtlingskrise noch nicht passiert. Und es haben sich auch einige Migranten in dieser Partei engagiert. (Wie der Stand diesbezüglich heute ist, weiß ich nicht.) Die These, dass wir Zuwanderung brauchen, wird erst relativ sachlich und plausibel erhoben, doch dann kommt ein gehöriger Schuss Dogmatismus hinzu, bis hin zu der peinlichen Wortklauberei um "Einwanderung" oder "Zuwanderung" und eben der großen Bekenntnisprüfung an die Adresse von Bernd Lucke: "Sind wir ein Einwanderungsland?" – Hätte er "nein" gesagt, wäre er unten durch gewesen… Man merkt deutlich, wie es keinem gefallen hat, dass er die Prüfung bestanden hat.
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